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Gartner: EMEA-Server-Markt legte in Q2 um 21 Prozent zu

29.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aktuellen Zahlen von Gartner Dataquest zufolge setzte der Server-Markt in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal 2003 fort: Wie die Marktforscher herausfanden, wurden 373 245 Server abgesetzt, das sind etwa 21 Prozent mehr als die 307 761 Geräte im Vorjahreszeitraum. Den Zuwachs erklärt sich Gartner vor allem mit dem Upgrade und Austausch von bestehenden Installationen in Unternehmen. Daneben hätten auch Preisvorteile durch den schwachen Dollar viele Kunden aus der Reserve gelockt.

Erstmals melden die Marktbeobachter ein fünfprozentiges Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr: Nach Ansicht von Research Vice President Karen Benson zeichnete primär das Low-End-Segment dafür verantwortlich. Die Nachfrage nach High-End-Servern sei dagegen nach wie vor verhalten.

Mit Hewlett Packard, IBM, Dell und Fujitsu-Siemens konnten vier der Big Five ihre Verkaufszahlen im Servergeschäft um mehr als 20 Prozent steigern: HP büßte dabei trotz eines Zuwachses von 20,9 Prozent auf 146 345 Server 0,1 Prozent Marktanteil ein. Mit 39,2 Prozent konnte der Konzern aber problemlos seine Marktführerschaft nach Stückzahlen vor IBM behaupten. Big Blue setzte mit 63 091 verkauften Servern 40 Prozent mehr Geräte als im Vorjahreszeitraum ab. Der Marktanteil erhöhte sich damit von 14,5 auf 16,9 Prozent. Der texanische Direktanbieter Dell steigerte seine Verkaufszahlen immerhin um 29 Prozent auf 55 140 und blieb bei einem Marktanteil von 14,8 Prozent (Vorjahr: 13,9 Prozent) IBM dicht auf den Fersen.

Mit einem Anstieg der Absatzzahlen um 22,9 Prozent auf 25 533 gelang es Fujitsu-Siemens, den Marktanteil von 6,8 Prozent zu halten und in der Gartner-Wertung um eine Position vorzurücken. Das japanisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen überholte Sun Microsystems, das mit 19 463 Einheiten im Berichtszeitraum 18,4 Prozent weniger Server als im Vorjahresquartal verkaufte. Dadurch schrumpfte Suns Marktanteil von 7,7 auf 5,2 Prozent und reichte somit nur noch für Platz fünf in der Skala.

Allerdings ist dabei zu beachten, dass sich bei einem Ranking nach Umsätzen ein völlig anderes Bild ergibt. Am weltweiten Server-Markt hält danach IBM die Spitzenposition mit einem Marktanteil von 30,4 Prozent, gefolgt von HP, Sun und Dell. (mb)