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Gartner: EMEA-PC-Markt wächst endlich wieder

18.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der PC-Markt in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) wuchs nach Zählung von Gartner Dataquest im dritten Quartal 2002 gegenüber dem Vorjahresquartal um sieben Prozent - das erste Plus seit fünf dürren Vierteljahren. Triebfeder waren den Auguren zufolge steigenden Nachfrage bei Consumern und kleinen Unternehmen insbesondere in Deutschland. Osteuropa habe erneut zweistellig zugelegt, dafür schwächelten der Nahe Osten und Afrika angesichts der schwierigen geopolitischen Lage.

Das Wachstum sei aber vor allem strukturell bedingt, so Gartner. Nach Stückzahlen liege der Markt noch immer rund fünf Prozent unter dem Niveau von vor zwei Jahren. Die aktuelle Situation sei noch nicht als grundsätzliche Erholung zu werten; diese erwartet das Institut erst für die zweite Hälfte kommenden Jahres. Die Beschaffung der Unternehmen stagniere weiterhin; es gebe keinerlei Anzeichen für einen beginnenden oder unmittelbar bevorstehenden Austauschzyklus.

Anders als auf dem weltweiten Markt (Computerwoche online berichtete) dominiert auf dem alten Kontinent ganz eindeutig HP mit 18,5 Prozent Marktanteil den Markt; gefolgt von Direktanbieter Dell mit 9,2 Prozent Marktanteil. Allerdings konnte Dell auch in der EMEA-Region mit 10,2 Prozent Wachstum übers Jahr deutlich stärker zulegen als HP (plus 1,7 Prozent). Größer war das Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal mit 22,4 Prozent nur beim Fünftplatzierten Acer, der sich auf 4,4 Prozent Marktanteil steigerte. Dazwischen liegen noch Fujitsu-Siemens (7,3 Prozent) sowie IBM (5,1 Prozent). (tc)