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Gartner: Drahtlose E-Mail erobert den Massenmarkt

25.07.2007
Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass bis zum Jahr 2010 weltweit 350 Millionen Menschen Wireless E-Mail beruflich und privat nutzen werden.

Damit wären dann bereits 20 Prozent aller elektronischen Postfächer drahtlos zugänglich. Zurzeit gibt es laut Gartner nur eine "Business-Elite" von weniger als 20 Millionen Nutzern, die drahtlos E-Mail sendet und empfängt, das entspricht zwei Prozent aller Mailboxen. Bis 2012 werde Wireless E-Mail "Commodity-Status" erreichen, prognostizieren die Auguren.

Der drahtlosen E-Mail-Nutzung sollen demnach die von Gartner seit einiger Zeit beschworene "Consumerisierung" der Unternehmens-IT, neue konvergente Endgeräte für Geschäfts- und Privatleben sowie mehr und günstigere Services auf Anbieterseite den Weg ebnen. "Bis 2012 werden drahtlose E-Mail-Produkte interoperabel und Allgemeingut sein und Standard-Features besitzen", erwartet die Analystin Monica Basso. "Sie werden in höheren Stückzahlen zu erheblich günstigeren Preisen zu haben sein."

Basso erwartet längerfristig außerdem eine Konvergenz der verschiedenen Kommunikationsmethoden und -geräte in einen einzigen, techniktransparenten und präsenzfähigen Messaging-Stil. "Die Konvergenz geschieht auf der Client-Seite, verbirgt die technische Komplexität vor den Nutzern und erlaubt ihnen, sich auf die Inhalte der Nachrichten zu fokussieren", prognostiziert die Gartner-Frau. "Bis 2017 wird drahtlose E-Mail mit anderen Messaging-Tools vollständig zu einer persönlichen, konvergenten Kommunikation integriert sein." Hersteller wie Microsoft, IBM, Nokia oder RIM unternähmen bereits erste Schritte in diese Richtung.

Das habe aber auch seine Schattenseiten, warnt Gartner: Die wachsende Konvergenz von Unternehmens- und Verbrauchertechnik setze viele Firmen steigenden Sicherheitsrisiken aus. Organisationen sollten die Konsumerisierung und massenhafte Verbreitung mobiler Produkte akzeptieren und einplanen und dabei die Vorlieben und Erwartungen ihre Mitarbeiter in Hinsicht auf Geräte, Anwendungen und Dienste berücksichtigen. Unternehmen sollten vielfältige Optionen anbieten und außerdem ausgewählte Consumer-Geräte und -Services unterstützen, rät Basso. (tc)