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Gartner: BI-Personalaufwand großer Firmen steigt bis 2008 auf das Dreifache

10.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Größtes Hindernis beim Einsatz von Business Intelligence (BI) ist aus Sicht des Marktforschungsunternehmens Gartner das Fehlen von Anwenderkenntnissen und Wissen um Best Practices. Die Experten gehen davon aus, dass große Anwenderunternehmen bis zum Jahr 2008 dreimal so viel BI-Personal benötigen wie im Jahr 2004. Als zweitwichtigsten BI-Hemmschuh hat Gartner die hohen TCO (Total Cost of Ownership) identifiziert.

"Mangelnde Kenntnisse und TCO hängen zusammen, weil Projekte mit viel 'Trial and Error' teurer sind", erläutert Gartners Vice President und Fellow Howard Dresner. Auf seinem Business Intelligence Summit in Chicago präsentierte das Institut weitere Ergebnisse einer Befragung von 917 Anwenderunternehmen. In Nordamerika wollen 39 Prozent der Teilnehmer in diesem Jahr ihre Investitionen für Business Intelligence erhöhen; weitere 34 Prozent geben gleich viel aus wie 2004.

"Firmen, die Business Intelligence bereits im Einsatz haben, erwarten für 2005 höhere BI-Softwarekosten", so Dresner. "In etablierten Märkten wie Hightech- und Telco-Unternehmen, aber auch bei großen Anwendern im Gesundheitswesen und mittleren Bildungsanbietern rechnen die meisten mit höheren Ausgaben, wohingegen der Handel die Investitionen sinken sieht."

Die meisten der von Gartner befragten Unternehmen nannten als Hauptmotiv für ihre BI-Investitionen den Wunsch der Nutzer nach aktuellen Daten und Unterstützung bei der Entscheidungsfindung. Als häufigste Applikation planen die Firmen denn auch Corporate Performance Management (CPM), ein Oberbegriff für finanziell orientierte BI-Anwendungen, die dem Management bei Verständnis und Steuerung einer Firma helfen.

Die Umfrage wurde in den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China, Japan und Australien bei Unternehmen verschiedener Branchen und Größe erhoben. (tc)