iPad und Co

Gartner bezieht Tablets in Prognose für 2011 ein

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner hat ihre Prognose für die weltweiten IT-Ausgaben 2011 erhöht.

Demnach werden in diesem Jahr 3,6 Billionen US-Dollar für Informationstechnik ausgegeben, das wären 5,6 Prozent mehr als die 3,4 Billionen im Jahr 2010. Zuvor hatte Gartner ein Plus von 5,1 Prozent erwartet. Für die Erhöhung gibt es zwei Gründe - erstens rechnet Gartner nun sogenannte Media Tablets wie das iPad von Apple in die Hardwareausgaben mit ein, und zweitens gehen die Auguren von einem weiteren Wertverlust des US-Dollars aus.

Gartner geht davon aus, dass 2011 knapp 30 Milliarden Dollar für Media Tablets ausgegeben werden, im vergangenen Jahr waren es erst rund zehn Milliarden. Dadurch steigen die weltweiten Hardware-Ausgaben dann um 9,5 statt (zuvor ohne Tablets) 7,5 Prozent. Bis zum Jahr 2015 sollen die Tablet-Ausgaben jährlich im Mittel um 52 Prozent weiter wachsen. "Hätten wir die Media Tablets nicht dazugenommen, wäre die Prognose bei konstantem Dollarkurs geringfügig gesunken", erläutert Richard Gordon, Research Vice President bei Gartner. "Rechnen wir sie mit, dann ergibt sich beim unterliegenden Wachstum der Prognose auf der Ebene der IT insgesamt praktisch keine Veränderung."

Gartner erwartet keine signifikanten Auswirkungen der politischen Unruhen in Nordafrika auf seine Schätzung (die Region Middle East macht lediglich zwei Prozent der globalen IT-Ausgaben aus). Allerdings können die Experten im Moment allerdings noch nicht absehen, wie sich die Natur- und Nuklearkatastrophen in Japan auf die weitere Entwicklung auswirken. "Im Augenblick schauen wir uns zwei möglichen Effekte von Erdbeben und Tsunami auf die IT-Märkte an", so Gordon weiter, "die Folgen von Störungen in der weltweiten Elektronik-Lieferkette und Auswirkungen auf die IT-Nachfrage."