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GAP: Insider-Handel mit Baan-Aktien?

21.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Börsenbeobachter wundern sich derzeit, warum Baans größter institutioneller Anleger General Atlantic Partners (GAP) ausgerechnet acht Wochen vor dem Rücktritt von Mary Coleman als CEO (Chief Executive Officer) und dem unerwartet schlechten Quartalsergebnis knapp 1,6 Millionen Baan-Aktien verkauft und damit gut 20 Millionen Dollar eingenommen hat. Nach dem Verkauf hielt GAP laut "Wall Street Journal" noch 5,1 Millionen Anteilscheine oder etwas über zwei Prozent des niederländischen Anbieters von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware. Die Venture-Kapitalisten aus Greenwich, Connecticut, weisen allerdings alle Insider-Vorwürfe strikt von sich. Der Verkauf habe im Rahmen "normaler Portfolio-Bereinigungen" stattgefunden, erklärte CFO (Chief Financial Officer) Thomas Murphy.