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Games Convention ab 2009 unter neuem Namen in Köln

26.02.2008
Von pte pte
Die Games Convention http://www.gc-germany.com , Europas größte Messe für Computer- und Videospiele, zieht von Leipzig nach Köln. "Wir werden diese Veranstaltung von 2009 an jährlich im September durchführen", verkündete der Geschäftsführer der Kölnmesse, Oliver Kuhrt, gestern, Montag, in Berlin. Die Messe werde unter dem neuen Namen "GAMESCon" in Köln stattfinden, die alte Marke Games Convention bleibe in Leipzig. Wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BUI) http://www.biu-online.de mitteilte, habe man sich vor allem aufgrund der guten Verkehrsanbindung des Messegeländes für den Kölner Standort entschieden. "In punkto Infrastruktur ist die Games Convention in Leipzig bereits im vergangenen Jahr an ihre Grenzen gestoßen", begründet Olaf Wolters, Geschäftsführer des BUI, gegenüber pressetext diese Entscheidung. Im Zuge der zunehmend stärker ausgeprägten Internationalisierung der Messe wolle man die aktuelle Gelegenheit nutzen, um mit einer frischen Marke eine neue Ära der Spielemesse in Deutschland einzuleiten.

"Die Games Convention hat sich in Leipzig bisher sehr erfolgreich entwickelt", erklärt Martin Lorber, Sprecher des Spielepublishers Electronic Arts Deutschland http://www.electronic-arts.de , im Gespräch mit pressetext. Der Umzug nach Köln sei aber ein wichtiger Schritt. "Die Infrastruktur in Leipzig war für die wachsende internationale Bedeutung der Messe einfach nicht mehr ausreichend", stellt Lorber fest. Der Messegesellschaft in Leipzig sei in diesem Zusammenhang aber nichts vorzuwerfen, die Abwanderung ergebe sich schlicht aus den steigenden Anforderungen, die aus dem Wachstum der Messe resultieren. "Hätte der BUI diese Entscheidung nicht gefällt, wäre unter Umständen der Standort Deutschland für die Spielemesse in Gefahr gewesen", meint Lorber. In dieser Hinsicht stelle die Austragung in Köln einen wichtigen Schritt zur Standortsicherung für die Zukunft dar. "Wir sind als Publisher selbst im Bundesverband vertreten und haben diese Entscheidung auch mitgetragen", so Lorber.

Enttäuscht über die Bekanntgabe reagierte man hingegen in Leipzig. "Keine andere Messe hat den Messestandort Deutschland in den vergangenen Jahren so schnell in einer Branche verankert wie die Games Convention", betonte der Leipziger Messechef Wolfgang Marzin. Es bleibe ihm aber nichts anderes übrig, als "das Engagement des Verbandes für die Etablierung einer neuen deutschen Branchenmesse zur Kenntnis zu nehmen". "Für Leipzig ist die Entscheidung des Verbandes ein herber Schlag", erklärte auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Er könne den Weggang der Messe jedenfalls nicht nachvollziehen. "Was die Games Convention ist, ist sie durch und mit Leipzig", stellte Jung fest und widerlegte die Behauptung, dass seine Stadt infrastrukturell nicht gut aufgestellt sei.

Die Leipziger Messe für Computer- und Videospiele Games Convention gilt als eine der erfolgreichsten und innovativsten Veranstaltungen ihrer Art auf dem deutschen Messemarkt. Seit ihrer Premiere im August 2002 entwickelte sie sich zur europäischen Leitmesse der Branche. Während die erste Veranstaltung noch 166 ausstellende Firmen und 80.000 Gäste gezählt hatte, waren es 2007 über 500 Aussteller aus 31 Ländern und 185.000 Besucher. (pte)