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G 8-Gipfel: Kampf gegen "digitales Analphabetentum"

24.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Mitglieder der G 8-Staaten wollen über das Internet mehr Chancengleichheit für alle Menschen schaffen. In der "Charta von Okinawa über die globale Informationsgesellschaft" haben die Staats- und Regierungschefs am Samstag auf ihrem Gipfeltreffen entsprechende Grundsätze festgelegt. Demnach sollten alle Bürger künftig in der Lage sein, Zugang zu Netzwerken, Information und Kommunikation zu bekommen. Unter anderem verpflichteten sich die Mitgliedsstaaten bezahlbare Kommunikationsdienstleistungen anzubieten und die Entwicklung von benutzerfreundlichen Technologien ohne unnötige Barrieren voranzutreiben. Nach Angaben von Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye hat Bundeskanzler Gerhard Schröder "sehr deutlich gemacht", dass Pilotprogramme und Projekte zur Informationstechnik "nur ein Aspekt der Armutsbekämpfung sein". Dabei bedarf es unter anderem Maßnahmen im Handel, wie zum Beispiel der Zollfreiheit für arme Staaten Afrikas.