Finanz IT stimmt Zusammenschluss zu

Fusion der Sparkassen-Dienstleister kommt

11.01.2008
Die Gesellschafter der Finanz IT aus Hannover haben einem Zusammenschluss mit der Sparkasse Informatik (Frankfurt am Main) zugestimmt.

Kurz vor Weihnachten 2007 hatten sich die beiden Anbieter grundsätzlich darauf geeinigt, einen gemeinsamen IT-Dienstleister für die Sparkassen-Finanzgruppe zu gründen. Die Gesellschafter der Finanz IT haben diesem Ansinnen nun zugestimmt. Damit können die Partner die Fusion auf den Weg bringen. Bis Ende des ersten Quartals 2008 wollen sie ein detailliertes Fusionskonzept entwickeln. Endgültige Entscheidungen für den Zusammenschluss von Finanz IT und Sparkassen Informatik (SI) erwarten die Verantwortlichen etwa Mitte des Jahres. Die Gründung des neuen IT-Dienstleisters würde dann rückwirkend zum 1. Januar 2008 erfolgen. Die beiden Service-Provider stellen ihren Kunden, das sind im Wesentlichen die Finanzinstitute der Sparkassen-Gruppe, Einsparungen in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr in Aussicht, wenn die Systeme erst einmal vereinheitlich sind. Damit rechnen die Betreiber in etwa fünf Jahren.

Dargestellt ist die regionale Aufteilung nach der Übernahme der bayerischen IZB Soft durch die Sparkassen Informatik (SI), die Ende 2005 angekündigt wurde. Im Norden und Osten betreut die Finanz IT die Banken. Die SI hat ihre Kunden im Süden und Westen Deutschlands.
Dargestellt ist die regionale Aufteilung nach der Übernahme der bayerischen IZB Soft durch die Sparkassen Informatik (SI), die Ende 2005 angekündigt wurde. Im Norden und Osten betreut die Finanz IT die Banken. Die SI hat ihre Kunden im Süden und Westen Deutschlands.

Nach der Fusion gäbe es im öffentlich-rechtlichen Bankensektor nur noch einen IT-Dienstleister. Ende 2005 (ebenfalls vor den Weihnachtsfeiertagen) hatte die Sparkassen Informatik überraschend die IZB Soft in Bayern übernommen. Seitdem teilen sich nur noch die Finanz IT (Norden und Osten) sowie die SI (Süden und Westen) die Betreuung der Sparkassen. Die Finanz IT war zuletzt in Nöte geraten. Eine erforderliche Überarbeitung des proprietären Kernbankensystems, Herzstück der Geschäftstätigkeit jeder Bank, hätte Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe verschlungen. Das Management hatte sich daher nach alternativen Standardlösungen etwa von SAP und Oracle umgesehen. Mit einer Fusion dürfte sich die Frage erübrigt haben, denn die Sparkassen Informatik bringt eine eigene Lösungen mit. (jha)

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