Cloud Computing und Security

Fujitsu plant die globale Cloud

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Auf seiner Hausmesse VISIT 2010 präsentierte Fujitsu Pläne für besonders sichere und weltweit verfügbare Cloud-Services.

"Die Infrastruktur liefert nur die Basis für das Cloud Computing", erklärte Richard Christou, Corporate Senior Executive Vice President, zum Auftakt der alljährlichen Fujitsu-Hausmesse VISIT in München. Um die Vorteile des Konzepts ausschöpfen zu können, bräuchten Unternehmen eine ganze Reihe zusätzlicher Systeme und Prozesse, die wichtige Aspekte wie Security oder Datenschutz adressierten. Notwendig seien auch Professional Services, die IT-Verantwortliche etwa bei der Entscheidung helfen, welche Anwendungen in die Cloud wandern können und welche inhouse betrieben werden müssen.

In all diesen Feldern sieht sich Fujitsu mit seinem traditionell breiten Infrastruktur-Angebot gut aufgestellt. Hinzu kommen die weltweit verfügbaren Dienstleistungen der Fujitsu-Services-Sparte. Unterm Strich, so Christou, strebe der Konzern ein "globales Angebot" für Cloud-Interessierte, an, das von der Infrastruktur über Anwendungen bis hin zu den benötigten Services alles abdecke.

Vertrauen ist entscheidend für die Akzeptanz von Cloud-Services, sagt Fujitsu-CEO Rolf Schwirz.
Vertrauen ist entscheidend für die Akzeptanz von Cloud-Services, sagt Fujitsu-CEO Rolf Schwirz.
Foto: SAP AG

Auf der VISIT 2010 präsentierte Fujitsu denn auch eine Reihe neuer Angebote, die insbesondere Security-Aspekte berücksichtigen. Dazu gehört die "Dynamic Cloud", eine Sammlung von integrierten und vorkonfigurierten Services, mit deren Hilfe Unternehmen einfacher auf Cloud-Betriebsmodelle migrieren können sollen. Kunden könnten entsprechend ihrer Geschäftsanforderungen richtliniengenau festlegen, an welchem Ort die Daten gespeichert werden und wie eine spätere Übertragung dieser Daten geregelt sein soll, versprach der Anbieter. Damit schaffe man zwei grundsätzliche Probleme aus der Welt, deretwegen sich Unternehmen heute noch gegen Cloud-Angebote entschieden: die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Portierbarkeit der Datenbestände.