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Fujitsu leidet unter der Branchenkrise

29.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische IT- und Kommunikationskonzern Fujitsu Ltd. hat heute Zahlen zum Ende September abgeschlossenen ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Die Einnahmen gingen gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres um fast zehn Prozent auf 2,15 Billionen Yen oder umgerechnet 17,48 Milliarden Dollar zurück. Das Unternehmen begründet dies mit den anhaltenden Branchenkrisen im IT- und TK-Sektor. Die seit letztem Jahr eingeleiteten Restrukturierungmaßnahmen hätten aber den Umsatzschwund und dessen Auswirkungen auf die Profitabilität zumindest teilweise ausgleichen können, erklärte das Unternehmen.

Den konsolidierten operativen Verlust für die ersten sechs Monate des Fiskaljahres beziffert Fujitsu mit 189 Millionen Dollar, das ist weniger als halb so viel wie im Vorjahreszeitraum. Netto ergab sich ein Fehlbetrag von knapp 1,2 Milliarden Dollar (ebenfalls unter dem Vorjahresverlust). Hier musste der Konzern aktuell unter anderem Sonderbelastungen für die Restrukturierung sowie für eine Rückrufaktion bei defektiven Festplatten abschreiben.

Angesichts der weiterhin unsicheren Marktsituation hat Fujitsu seine Erwartungen für das Gesamtgeschäftsjahr nach unten hin korrigiert. Beim Umsatz erwarten die Japaner statt bislang 5000 nur noch 4800 Billionen Yen; unterm Strich dürfte statt des zuvor prognostizierten Break-even ein Nettoverlust von 110 Milliarden Yen anfallen. Einzig beim operativen Ergebnis blieb die Prognose mit 100 Milliarden Yen unverändert. (tc)