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Fujitsu kann Nettoverlust deutlich reduzieren

29.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der führende japanische Computerbauer Fujitsu konnte seinen Nettoverlust in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2004/05 deutlich reduzieren. Wie das in Tokio ansässige Unternehmen bekannt gab, schrumpfte das Minus im Ende September abgelaufenen Sechsmonatszeitraum gegenüber dem Vorjahr von 58,6 Milliarden auf 8,2 Milliarden Yen (umgerechnet 77,4 Millionen Dollar).

Bereinigt um Sonderaufwendungen erzielte Fujitsu sogar einen Gewinn von vier Milliarden Yen, verglichen mit einem Pro-Forma-Minus von 67,7 Milliarden Yen. Wie Fujitsu in einer Stellungnahme erklärte, wiesen alle drei Kernsegmente, Software-Services, Platforms und Electronic Devices im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn.

Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 3,6 Prozent auf 2,22 Billionen Yen (etwa 21 Milliarden Dollar) zu. Dabei verzeichnete der Konzern nach eigenen Angaben beim Absatz von Systemchips, Basisstationen für 3G-Mobilfunknetze und Festplatten zweistellige Zuwachsraten. Die unerwartet schwache Nachfrage im Handy- sowie Servicegeschäft habe diese positive Entwicklung jedoch nahezu aufgehoben, so Fujitsu.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2004/05 rechnet der Konzern unverändert mit einem Nettogewinn von 70 Milliarden Yen (etwa 660 Millionen Dollar). Die Umsatzerwartungen wurden dagegen um 50 Milliarden auf 4,9 Billionen Yen (zirka 46,2 Milliarden Dollar) zurückgeschraubt, da Fujitsu in der zweiten Jahreshälfte mit einem weiteren Einbruch in einigen Geschäftsfeldern, darunter Halbleiter, LC-Displays und Handys rechnet. (mb)