Machine-to-Machine-Kommunikation

Fünf Top-M2M-Trends für 2016

 Director Machine-to-Machine, Vodafone Group
Das Internet der Dinge wächst rasant. Dem "M2M Barometer 2015" von Vodafone zufolge, setzen bereits mehr als ein Viertel aller befragten Unternehmen weltweit M2M-Kommunikation ein. In Deutschland sind es sogar 51 Prozent. Diese Entwicklung wird sich auch in 2016 fortsetzen und weiter beschleunigen.
Egal ob M2M, Internet of Things (IoT) oder Internet der Dinge: Die digitale Vernetzung ist in den meisten Unternehmen bereits angekommen.
Egal ob M2M, Internet of Things (IoT) oder Internet der Dinge: Die digitale Vernetzung ist in den meisten Unternehmen bereits angekommen.
Foto: everything possible - Shutterstock.com

M2M-Kommunikation ist die Grundlage für zahlreiche neue Produkte, Services und Geschäftsfelder in nahezu allen Leitindustrien. Von der Optimierung im Logistik-Bereich über Wartungs- und Entertainment Services für die Automobilindustrie bis zur digitalen Fernüberwachung von chronisch Kranken oder das vernetzte Haus. Besonders fünf Trends werden den M2M-Markt im Jahr 2016 und darüber hinaus prägen:

  • Vom Back-Office zum Kunden: In der Vergangenheit wurde M2M-Kommunikation häufig eingesetzt, um interne Prozesse zu optimieren. Nun aber entwickeln Unternehmen ihre Strategie weiter: Sie nutzen die Technologie als Basis für innovative, Kundenlösungen sowie Produkte und Services, die zusätzliche Umsätze generieren. Im Vodafone M2M Report 2015 gaben bereits 66 Prozent der Anwender an, dass externe Zielgruppen im Mittelpunkt ihrer M2M-Strategie stehen. Damit wandert die M2M-Kommunikation aus der IT-Abteilung ins gesamte Unternehmen. 2016 werden mehr als 30 Prozent der Firmen ihre M2M-Projekte als unternehmensübergreifende Innovationsprojekte und nicht mehr als reine IT-Projekte vorantreiben.

  • Komplexität und Rendite steigen: Immer mehr Unternehmen verbinden ihre M2M-Anwendungen mit Big-Data-Analytics und Cloud-Plattformen. Galt die Datenanalyse bei M2M-Projekten bislang häufig als ein "Nice-to-Have", wird sie in den kommenden Jahr Bestandteil nahezu jeder umfassenden M2M-Lösung werden. Damit steigt auch die zu erwartende Rendite der Anwendungen, wie unser M2M Report zeigt: Demnach erzielen 83 Prozent der Unternehmen mit komplexen Lösungen einen deutlichen Return-on-Investment, bei einfachen Lösungen sind es nur 43 Prozent. Anbieter von M2M-Technologien müssen dieser zunehmenden Komplexität mit ihrem Angebot Rechnung tragen, um im Wettbewerb zu bestehen.

  • M2M stärker im Handel und Marketing: 2015 stieg die Nutzung von M2M-Kommunikation im Einzelhandel um 88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Signal ist eindeutig: Handel und Marketing haben das enorme Potenzial dieser Technologie erkannt. Mit Hilfe von M2M-Technologie können Händler ihren Kunden ein personalisiertes Einkaufserlebnis bieten, digitale Bezahlmethoden attraktiver machen und mit digitalen, dynamischen Preis- und Produktschildern die Kunden umfassender und gezielter ansprechen. Gleichzeitig können Händler ihre internen Prozesse effizienter gestalten. M2M-Anwendungen, die zu einem besseren Kundenerlebnis führen, werden 2016 in zahlreichen Branchen zum Mainstream.

  • Klarer Fokus und höherer Nutzen: Aufgrund des Hypes um das Internet der Dinge wurden in der Vergangenheit auch Dinge vernetzt, ohne einen Mehrwert zu bieten. Mit steigender Marktreife werden M2M-Anwendungen mit geringem Nutzen vom Markt verschwinden. Anbieter und Dienstleister werden sich auf die Lösungen konzentrieren, die echten Mehrwert schaffen: Dazu gehören unter anderem Smart Metering und Energiedatenmanagement, Gesundheitsanwendungen wie die Betreuung chronisch Kranker aus der Ferne, sowie Flottenmanagement- und -Connected-Car-Lösungen.

  • Stärkere Integration durch Daten: M2M-Anwendungen werden zukünftig immer häufiger fester Bestandteil der Unternehmensinfrastruktur für das Tagesgeschäft. Beispielsweise können Firmen Tracking-Daten aus dem Flottenmanagement in ihre CRM-Systeme einfließen lassen. Diese Integration ermöglicht es Unternehmen ihren Kunden immer umfassendere Lösungen auf M2M-Basis anzubieten. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Bereitstellung zusätzlicher Daten aus anderen Branchen sowie bessere technische Schnittstellen.