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Früherer L&H-CEO Bastiaens in USA verhaftet

28.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gaston Bastiaens (54), früherer CEO (Chief Executive Officer) des angeschlagenen belgischen Spracherkennungsspezialisten Lernout & Hauspie (L&H), ist am Wochenende von US-Marshals in der Nähe seines Hauses in Massachusetts verhaftet worden. Ihm werden Insider-Handel, Aktienmanipulation und Verstoß gegen Bilanzgesetze zur Last gelegt. Bastiaens soll am morgigen Dienstag dem Richter vorgeführt werden (heute ist den USA Memorial Day, ein bundesweiter Feiertag). Über ein mögliches Auslieferungsersuchen der belgischen Behörden werde erst nach dem Haftprüfungstermin entschieden, erklärte ein Sprecher der US-Marshal-Behörde. Sein Amt als L&H-Chef hatte Bastiaens im August vergangenen Jahres niedergelegt (Computerwoche online berichtete).