AVM-Update

Fritz!Box 7490: Die neuen Funktionen der Fritz!Box-Firmware Fritz!OS 6.20

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
AVM bietet vorerst exklusiv für die Fritz!Box 7490 die neue Firmware Fritz!OS 6.20 an. Das Update bring unter anderem eine Auto-Update-Funktion, eine Sicherheitsübersicht, Unterstützung des Verschlüsselungsstandards TLS 1.2 sowie neue Smart-Home-Funktionen.

Die neue Firmware Fritz!OS 6.20 stellt AVM vorerst nur für das Fritz!Box-7490-Modell zur Verfügung. Ein Upgrade für die weitere Modelle wie Fritz!Box 7390 oder 7360 sollen in Kürze folgen. Der Router-Hersteller hat im Vergleich zur Vorgänger-Firmware Fritz!OS 6.05 umfangreiche Verbesserungen vorgenommen und die Fritz!Box 7490 mit neuen Funktionen ausgestattet. Ein wichtiges Augenmerk haben die Entwickler dabei auf Sicherheitsfeatures gelegt.

So bildet eine Sicherheitsübersicht eine zentrale Anlaufstelle, um die Sicherheitseinstellungen der Fritz!Box zu überprüfen. Diese Diagnoseseite informiert den Nutzer zum Beispiel über den Internet- und Heimnetzzugriff auf den Router oder einen unsicheren WLAN-Zugang. Auch werden die letzten Benutzeranmeldungen oder der Sicherheitsstatus der Telefonie und Fritz!NAS-Optionen angezeigt. Darüber hinaus ermöglicht eine automatische Update-Funktion, die Fritz!Box immer auf den aktuellsten Stand zu halten. In den Bereichen Fritz!Box-Benutzer, Sicherung und WLAN unterstütz die Firmware ab sofort die Eingabe eines sicheren Kennwortes.

Update: Die neue Firmware Fritz!OS 6.20 der Fritz!Box 7490 offeriert zahlreiche nützliche Erweiterungen.
Update: Die neue Firmware Fritz!OS 6.20 der Fritz!Box 7490 offeriert zahlreiche nützliche Erweiterungen.
Foto: AVM

Zu den weiteren Sicherheitsfunktionen zählen der HTTPS-Support für den Zugriff auf die lokalen Benutzeroberflächen wie myfritz.box, fritz.nas und fritz.box. Für ein sichere https-Verbindung mit der Fritz!Box offeriert die neuen Firmware den TLS-1.2-Standard, der SSL- mit AES-Verschlüsselung verwendet. Zusätzlich kann der Anwender die von der Fritz!Box verwendeten SSL-Zertifikate exportieren oder importieren.

Zum Funktionsumfang des AVM-Routers gehört standardmäßig eine Kindersicherung für den Internetzugang. Diese lässt sich mit der OS-Version 6.20 noch einfacher einrichten und soll robuster gegen Aushebelversuche des Nachwuchses sein. Eine schnelle und komfortable Freischaltung der "Kinder-Onlinezeiten" kann anders als bei der Vorgängerversion jetzt per Smartphone oder Tablet erfolgen. Auch die integrierte WLAN-Zeitschaltung unterstützt die Eingabe per mobile Geräten.

Neu im Repertoire der Fritz!Box-OS-Firmware ist auch eine verbesserte Unterstützung der Vectoring-Technologie der Deutsche Telekom. Damit sollen Übertragungsraten von mehr als 100 MBit/s problemlos möglich sein. Verbessert hat AVM auch die Stabilität zwischen Router und DSLAMs bei ADSL- und VDSL-Verbindungen.

Wer im Besitz eines aktuellen LTE-Mobilfunk-Sticks ist, kann diesen jetzt auch am USB-Port der Fritz!Box nutzen. Darüber hinaus können aktuelle Mobilfunk-Sticks per USB-Tethering genutzt werden. In diesem Zusammenhang ist auch der MyFritz!-Zugang mit der neuen Mobilfunk-(3G)-Zugangsart als alternative Verbindung nutzbar. Dabei hilft auch ein Ersteinrichtungsassistent, der um Mobilfunkeinstellungen erweitert wurde.

Interessante neue Funktionen bietet der Bereich Smart-Home in Verbindung mit Fritz!Dect 100/200 an. So ist jetzt die integrierte Temperaturanzeige in dem Gerät aktiviert. Diese lässt über die Benutzeroberfläche unter Heimnetz / Smart Home abrufen. Zusätzlich steht dem Anwender eine Countdown-Option zur Verfügung, die nach einer frei wählbaren Zeitspanne die Steckdose ein- beziehungsweise ausschaltet. Darüber hinaus bietet die neue Firmware im Bereich Mediaserver die Möglichkeit an, die in Google-Play-Music erstellten Playlisten zu verwenden sowie den Google "All Inclusive" Musik-Abo-Services zu verwenden. Darüber hinaus steht den Nutzern für die Wiedergabe von Fotos, Musik und Videos im fritz.nas-Bereich ein einfacher HTML-Mediaplayer ab sofort parat.

AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390
AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390

Zusätzlich hat AVM die Bedienung der NAS-Funktionen verbessert. So lassen sich zum Beispiel Uploads von einzelnen oder mehreren Dateien im Internet-Browser per Drag & Drop oder die Suche nach Metadaten durchführen. Im Bereich Telefonie kann der Anwender Call-by-Call als Wahlregel für IP-basierte Telefonanschlüsse der Deutschen Telekom nutzen. Weitere Verbesserungen betreffen die Optionen DECT, Fritz!Fon, Heimnetz und WLAN. Mehr Informationen zum neuen Fritz!OS finden Sie auf der AVM-Webseite. (hal)