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FriendFeed spioniert Surfverhalten der Freunde aus

02.10.2007
Von pte pte
Vier ehemalige Softwaredesigner von Google, die etwa Google Maps und das E-Mail-Programm Gmail mitentwickelt haben, wollen es Internetusern nun ermöglichen, das Surfverhalten ihrer Freunde zu verfolgen.

Das Startup FriendFeed zeigt den registrierten Kunden im Rahmen eines kontinuierlichen Datenstroms, was ihre Freunde im Internet lesen, hören oder sich ansehen. "Es ist wie ein Blog, der sich selbst schreibt", schwärmt Bret Taylor, einer der FriendFeed-Gründer in der "New York Times" (NYT). Eine Softwareinstallation ist dazu nicht nötig. Die Nachrichten über die Aktivitäten der Freunde können auf einer eigens eingerichteten Website oder in einem Modul auf der Seite des Users bei Facebook oder Google angesehen werden. Das System überwacht das Surfverhalten auf einer Reihe von Websites wie dem Musikportal Last.fm oder Video- und Fotoservices wie YouTube oder Flickr. "Wenn Ihr Freund ein Video auf YouTube bevorzugt, bekommen Sie einen Link und ein Miniaturbild davon", heißt es auf der FriendFeed-Seite.

Insgesamt unterstützt FriendFeed mittlerweile 23 Internetservices. Darüber hinaus hat der User die Möglichkeit, auf Kommentare zu reagieren und sich an Online-Diskussionen zu beteiligen. Zum Start der Beta-Version am Anfang der Woche kann der Neueinsteiger bereits auf "einige Tausend" User verweisen. Neue Nutzer sollen Schritt für Schritt folgen. Allerdings muss sich FriendFeed auf einige Konkurrenz einstellen. Neben bereits existierenden Services wie Kaboodle oder Clipmarks hat laut NYT auch Google einen Plan für ein Feature namens Shared Stuff in der Schublade, das aber bisher noch nicht öffentlich vorgestellt wurde. (pte)