Freiheit für Web-Seiten

26.02.1999

MÜNCHEN (CW) - Brian Ristuccia, ein 20jähriger Software-Entwickler aus Massachusetts, hat den Filtermodulen großer Browser-Hersteller abermals ein Schnippchen geschlagen. Wie bereits beim "Netscape Communicator" fand Ristuccia nun auch bei Microsofts "Internet Explorer" einen Weg, um benutzerdefinierte Filter für Web-Seiten mit unerwünschtem Inhalt zu umgehen. Microsoft bestätigte den Vorfall, bedauert aber, daß der Entwickler öffentlich auf seiner Web-Site erklärt, wie der sogenannte Content Advisor ausgehebelt werden kann. Schließlich solle das Tool lediglich besorgten Eltern helfen, ihren Nachwuchs vor "schädlichen" Einflüssen aus den Tiefen des Web zu bewahren. Ristuccia freilich sieht durch Filtertechniken generell die Freiheit der Rede im Internet gefährdet.