Widerstand

Freie Aktionäre wollen Wechsel im Intershop-Aufsichtsrat verhindern

15.11.2010
In die Personalquerelen um den Aufsichtsrat des Jenaer Software-Anbieters Intershop kommt keine Ruhe.
Der Intershop Tower in Jena
Der Intershop Tower in Jena
Foto: Intershop

Eine Gruppe freier Aktionäre will auf der außerordentlichen Aktionärsversammlung am 14. Dezember verhindern, dass der US-Anteilseigner GSI seine Kandidaten durchboxt. Sie fürchten einen Interessenkonflikt, da GSI mit 27 Prozent nicht nur Großaktionär, sondern auch wichtiger Kunde von Intershop ist. Es bestehe die Gefahr, dass GSI zu seinen Gunsten und zum Nachteil der Intershop AG Einfluss auf die Geschäftspolitik ausübe, erklärte ein Sprecher der Initiative am Montag.

Die Gruppe will daher möglichst viele Stimmrechte von freien Aktionären bündeln, um zu verhindern, dass zwei erst kürzlich berufene Aufsichtsräte durch GSI-Männer ausgetauscht werden. Ihren Angaben zufolge gibt es etwa 100.000 Intershop-Aktionäre; mehr als zehn Prozent der Stimmrechte hätten sie schon hinter sich. Ziel sei eine Sperrminorität, hieß es. Intershop hat mehr als 300 Mitarbeiter und ist auf Programme für den Internet-Handel (E-Commerce) spezialisiert. (dpa/tc)