Gravis soll mehr Umsatz bringen

Freenet kündigt nach Gewinnsprung ehrgeizigere Dividendenpolitik an

01.03.2013
Der Verzicht auf margenschwaches Geschäft zahlt sich für den Mobilfunkanbieter Freenet aus.
Freenet-Zentrale in Büdelsdorf bei Hamburg
Freenet-Zentrale in Büdelsdorf bei Hamburg
Foto: Freenet

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der operative Gewinn (EBITDA) um sechs Prozent auf 357,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend auf der Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Unter dem Strich blieben mit 173,2 Millionen Euro sogar 20,3 Prozent mehr übrig. Der Umsatz ging dagegen wegen der neuen Strategie mit der Konzentration auf lukrativere Bereiche um gut fünf Prozent auf 3,09 Milliarden Euro zurück. Damit übertraf das Unternehmen die eigene Prognosen leicht. Im späten Börsenhandel baute die Aktie ihre Tagesgewinne aus.

Angesichts der gutgehenden Geschäfte kündigte das Unternehmen eine ehrgeizigere Dividendenpolitik an. Schon für das abgelaufene Jahr will es 50 bis 75 Prozent des Geldzuflusses (Free Cashflow) an die Aktionäre ausschütten, bislang waren 40 bis 60 Prozent angestrebt. Der Free Cashflow kletterte 2012 um knapp acht Prozent auf 260 Millionen Euro. Für 2013 hat sich der Konzern einen Mittelzufluss von 255 Millionen Euro zum Ziel gesetzt, für 2014 von 260 Millionen Euro. Das EBITDA soll in diesem Jahr 355 Millionen Euro erreichen, im kommenden 360 Millionen Euro. Zudem soll der Umsatz auch dank des IT-Händlers Gravis zulegen. (dpa/tc)