Hohe Dividende

Freenet begeistert Anleger mit Ausblick

01.03.2012
Der Mobilfunkanbieter Freenet blickt auf ein überraschend positiv gelaufenes Jahr zurück und beglückt seine Aktionäre mit einer besonders üppigen Ausschüttungspolitik.

Mit einem Dividendenvorschlag von einem Euro übertrafen die Büdelsdorfer die Erwartungen der Experten bei weitem. Auch der Ausblick auf die kommenden Jahre sorgte am Aktienmarkt für sehr gute Stimmung: Die Papiere schossen am Donnerstag zu Handelsbeginn um rund 6,50 Prozent in die Höhe.

Freenet-Zentrale in Büdelsdorf
Freenet-Zentrale in Büdelsdorf
Foto: Freenet

Freenet konnte den Gewinn im vergangenen Jahr überraschend steigern, wie das Unternehmen bereits am Vorabend mitgeteilt hatte. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) des Mobilfunkanbieters sank zwar von 366,5 Millionen im Jahr 2010 auf 360,3 Millionen Euro, und auch der Umsatz ging von 3,34 Milliarden Euro auf 3,22 Milliarden Euro zurück. Der Überschuss dagegen stieg von 112,5 Millionen auf 144 Millionen Euro. Die Zahlen übertrafen durchweg die Erwartungen der Analysten sowie die jüngst angehobene Prognose, beim Gewinn sogar deutlich.

Die vorläufigen Zahlen von Freenet fielen einer ersten Händlereinschätzung zufolge "auf allen Ebenen besser als erwartet" aus. Auch die Dividende habe positiv überrascht, die Aktie werfe nun eine Dividendenrendite von fast zehn Prozent ab, sagten Börsianer am Morgen.

Freenet-Chef Christop Vilanek
Freenet-Chef Christop Vilanek
Foto: Freenet

Auch bei der Kundenentwicklung konnte Freenet mit seinen rund 4000 Mitarbeitern punkten: Der Mobilfunkanbieter dämmte den Schwund deutlich stärker ein als zunächst gehofft. Mit einem Vertragskundenbestand von 5,75 Millionen Ende 2011 belief sich der Rückgang auf 366.000 Kunden. Zuletzt hatte Freenet einen Rückgang um 420.000 erwartet. Insgesamt hatten die Büdelsdorfer zum Ende vergangenen Jahres einschließlich Prepaid- und den günstigen sogenannten "No-Frills"-Verträgen 15,19 Millionen Mobilfunkteilnehmer (15,65 Millionen Ende 2010). Der Umsatz je Vertragskunde (ARPU) blieb mit 23,80 Euro gegenüber 24,00 Euro im Vorjahr fast stabil.

"Wir gehen aus heutiger Sicht für 2012 von einer stabilen Kundenbasis aus und erwarten für 2013 ein leichtes Wachstum", sagte Freenet-Chef Christoph Vilanek. Für beide Jahre erwartet er einen stabilen Umsatz je Vertragskunde. Auch der Konzernumsatz soll in beiden Jahren auf dem Niveau von 2011 stabil bleiben. Für beide Geschäftsjahre werde ein Konzern-EBITDA von 340 Millionen Euro (2011: 337,4) erwartet. Die Aktionäre könnten sich auf eine stabile Dividendenpolitik einstellen. (dpa/tc)