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Französische Regierung testet Open-Source-Software auf Desktop-PCs

12.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Pläne französischer Behörden in Sachen Open Source gehen weiter als bisher bekannt. Wie ein Regierungssprecher ankündigte, wird die öffentliche Verwaltung im Rahmen des "Adele"-Projekts "eine große Zahl" der eingesetzten Desktop-PCs auf Linux und Open-Source-Anwendungen migrieren. Bei Adele handelt es sich um ein Vorhaben, das die IT-Ausstattung fast aller Regierungsbehörden bis zum Jahr 2007 zum Ziel hat. Wie viele Desktop-Rechner im ersten Schritt auf Linux umgestellt werden, sei derzeit noch Gegenstand intensiver Diskussionen, so der Sprecher.

Gegenwärtig arbeiteten fast alle PCs der Administration mit einer Windows-Version. Mit der Testphase wolle die Regierung einerseits Erfahrungen mit alternativen Anbietern und bei der Ermittlung der Betriebskosten verschiedener Systeme sammeln. Andererseits gehe es auch darum, die Lizenzkosten für proprietäre Software zu senken. Bislang verhandeln französische Behörden jeweils eigene Verträge mit Microsoft. Für die Zukunft strebt die Regierung einheitliche Konditionen für die gesamte Administration an. Auch die Stadt Paris lässt derzeit den Einsatz von Linux-basierenden PCs prüfen (Computerwoche.de berichtete. Sie hat dazu beim Frankfurter IT-Dienstleister Unilog eine Studie in Auftrag gegeben. (wh)