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Französische Mobilfunker müssen Millionenstrafen zahlen

12.12.2006
Ein Gericht bestätigt Preisabsprachen zwischen den Wettbewerbern.

Das Pariser Berufungsgericht hat die Rekordgeldstrafe von 534 Millionen Euro für die Mobilfunkanbieter Orange, SFR und Bouygues Telecom wegen Preisabsprachen bestätigt. Es wies alle Einsprüche gegen das erstinstanzliche Urteil zurück, so dass Orange 256 Millionen Euro, SFR 220 Millionen Euro und Bouygues 58 Millionen Euro Strafe zahlen müssen, teilte die Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir am Dienstag mit. Die Mobilfunkanbieter hatten sich von 2000 bis 2002 darauf verständigt, ihre jeweiligen Marktanteile zu sichern, und ihre Preise auf künstlich hohem Niveau gehalten. Von 1997 bis 2003 tauschten sie außerdem vertrauliche und strategische Informationen über die Zahl neuer Kunden und Abo-Kündigungen aus. (dpa/ajf)