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Frankreich steigt bei Dassault Systèmes aus

04.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die französische Regierung hat sich von ihrem rund 15,7-prozentigen Anteil an dem Pariser CAD- und PLM-Spezialisten (Product-Lifecycle-Management) Dassault Systèmes getrennt. Wie das Finanzministerium am gestrigen Mittwoch bekannt gab, wurde der Preis pro Aktie auf 33,75 Euro festgelegt. Da das Angebot vierfach überzeichnet war, konnte der französische Staat inklusive eines Greenshoes von 1,52 Millionen Anteile alle 17,9 Millionen Dassault-Papiere verkaufen. Die Regierung will den rund 600 Millionen Euro hohen Erlösen die Schulden der staatlichen Eisenbahngesellschaft Reseau Ferre de France (RFF) abbauen, hieß es.

Durch die Transaktion steigt der Anteil der freigehandelten Aktien von Dassault Systèmes von 32 auf 48 Prozent. Hauptaktionär des französischen CAD-Spezialisten ist das Industrieunternehmen Marcel Dassault mit einer Beteiligung von 45,2 Prozent.

Die französische Regierung hatte ihren Anteil an Dassault Ende Mai 2001 erworben, als die Firma von ihrem ehemaligen Mutterkonzern Dassault Aviation ausgegliedert worden war. Seitdem hatte der Staat bereits mehrmals vergeblich versucht, die Aktien auf den Markt zu bringen. Für den endgültigen Ausstieg wurde nun ein günstiger Zeitpunkt gewählt: Der Kurs der Dassault-Aktie hat in diesem Jahr bereits um rund 57 Prozent zugelegt. (mb)