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France Télécom weist 8,3 Milliarden Euro Minus aus

21.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die France Télécom hat im Geschäftsjahr 2001 einen Nettoverlust von 8,3 Milliarden Euro ausgewiesen. Das Rekordminus geht unter anderem auf Rückstellungen in Milliardenhöhe bei den Anteilen des Carriers an dem deutschen TK-Konzern Mobilcom sowie am britischen Kabelbetreiber NTL zurück. Im Vorjahr hatte France Télécom noch ein Minus von 3,7 Milliarden Euro verbucht. Das operative Ergebnis hingegen verbesserte sich um 7,1 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Auch beim Umsatz konnte der ehemalige Monopolist um 27,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 43 Milliarden Euro zulegen.

Die Schulden des TK-Konzerns beliefen sich zum 31. Dezember 2001 auf 60,7 Milliarden Euro und konnten gegenüber 2000 um 4,2 Milliarden Euro reduziert werden. Diesen Schuldenberg will das Unternehmen vor allem durch die Trennung von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, weiter abbauen. So sollen unter anderem die Beteiligungen an STMicroelectronics, Sprint PCS, dem Kabelnetzwerk, Wind und anderen Gesellschaften veräußert werden. Die France Télécom rechnet hier mit Erlösen von bis zu 17 Milliarden Euro.

Bis 2005 soll eine "ausgeglichenere finanzielle Situation" erreicht sein. Schlimmstenfalls geht der Carrier von einem Verhältnis Schulden zu Ebitda (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 3,3 bis 3,5 bis Ende 2003 und 2,2 bis 2,6 bis Ende 2005 aus. Im vergangenen Jahr betrug dieser Wert 4,9. Sollte sich die augenblickliche Wirtschaftslage jedoch bessern, rechnet France Télécom im Jahr 2005 mit einem Schulden/Ebitda-Verhältnis von 1,5 bis 1,7. (ka)