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France Télécom erwägt Börsengang von Global One

06.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - France Télécom plant nach Informationen der "Financial Times", seine Tochtergesellschaft Global One an die Börse zu führen. Global One startete ursprünglich als ein Joint Venture, das der französische Carrier gemeinsam mit der Deutschen Telekom und der US-Gesellschaft Sprint gegründet hatte. Dem internationalen TK-Projekt war jedoch kein Erfolg beschieden. Es fiel schließlich auseinander, nachdem sich die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr - vergeblich - um Telecom Italia bemühte und damit den französischen Nachbarn verärgerte. Für Unsicherheit hatten außerdem die Fusionsverhandlungen gesorgt, die Sprint - am Ende ebenfalls vergeblich - mit Worldcom geführt hatte. Die Franzosen zahlten ihre deutschen und amerikanischen Partner im Januar mit insgesamt 4,3 Milliarden Dollar

aus und sind nun alleiniger Besitzer des internationalen Konzerns.

Nach Aussagen von Daniel Caclin, Chief Executive Officer (CEO) von Global One, soll durch den Börsengang das Wachstum der Gruppe finanziert und eine bessere Möglichkeit der Vergütung von Management und Mitarbeiter geschaffen werden. Für France Télécom wäre ein Going Public der dritte potenzielle Börsengang einer Tochter in kurzer Zeit:. Auch das Mobilfunkgeschäft, gestärkt durch den 31 Milliarden Dollar teuren Zukauf der britischen Gesellschaft Orange, und der Internet-Provider Wanadoo sollen an die Börse gebracht werden.