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France Télécom erhöht Jahresprognose

29.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische TK-Konzern France Télécom hat heute mit seinen Ablegern Orange, Wanadoo und Equant vorläufige Zahlen zum ersten Halbjahr 2003 veröffentlicht. Für den Ende Juni abgeschlossenen Berichtszeitraum stieg der Konzernumsatz von 22,472 Milliarden Euro um 1,7 Prozent auf 22,852 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis wären die Einnehmen um 3,9 Prozent gestiegen. Das EBITDA-Ergebnis (vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen) wuchs von 6,87 Milliarden Euro um 23,5 Prozent auf 8,485 Milliarden Euro, und beim operativen Gewinn steigerte sich der Konzern sogar von 3,182 Milliarden Euro um 46 Prozent auf 4,645 Milliarden Euro.

Unternehmenschef Thierry Breton sieht das Unternehmen mit seinem Restrukturierungsprogramm "TOP" auf Kurs. Für das Gesamtjahr erwartet France Télécom drei bis fünf Prozent mehr Umsatz auf vergleichbarer Basis (bislang hatte das Unternehmen stagnierende Einnahmen avisiert), mehr als 16,8 Milliarden Euro EBITDA-Gewinn, über 9,2 Milliarden Euro operativen Gewinn sowie freien Cash Flow zum Schuldenabbau von wenigstens vier Milliarden Euro.

Bei der auf Datendienste spezialisierten niederländischen Tochter Equant, die für das erste Halbjahr einen operativen Verlust von 155 Millionen Euro im Vergleich zu 220 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auswies, gibt es eine Personalie zu vermelden: Der bisherige President CEO (Chief Executive Officer) Didier Delepine nimmt nach Unternehmensangaben zu Ende des Monats auf eigenen Wunsch seinen Hut. Der Aufsichtsrat hat bereits den aktuellen COO (Chief Operating Officer) Daniel Caclin als Nachfolger benannt. Der Manager übernimmt die Ämter kommissarisch, bis er im September auf einer außerordentlichen Hauptversammlung offiziell im Amt bestätigt wird. (tc)