Patente

Foxconn wird Microsofts größter Android-Lizenznehmer

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der vor allem für die Produktion von iPhone und iPad bekannte Auftragsfertiger Foxconn reicht sich in die Gruppe der Hersteller ein, die Lizenzgebühren für Android an Microsoft entrichten.
Arbeiter in einer Foxconn-Fabrik in Shenzhen, China.
Arbeiter in einer Foxconn-Fabrik in Shenzhen, China.
Foto: Jurvetson (flickr)

So ironisch es klingen mag: Neben Rivalen wie Samsung verdient wohl ausgerechnet Microsoft mit am meisten von dem starken Wachstum von Android im Mobile-Bereich, zumindest mehr als über die Erlöse aus dem Verkauf von Windows-Phone-Lizenzen an OEM-Hersteller. Grund dafür sind die zahlreichen Lizenzvereinbarungen, die der Softwareriese mit Herstellern von Android-Geräten geschlossen hat, einschließlich Samsung, LG, HTC, Acer und Barnes & Noble.

Jüngster Neuzugang ist Hon Hai Precision Industry, Mutterkonzern des taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn, der rund 40 Prozent aller Unterhaltungselektronikgeräte weltweit herstellt: Wie die beiden Unternehmen bekannt gaben, deckt das nun getroffene Lizenzabkommen Microsofts Patentportfolio für alle Geräte ab, die Android und Chrome OS nutzen, einschließlich Smartphones, Tablets und Fernseher. Detaillierten Angaben zu den Inhalten des Vertrags wurden nicht bekannt, die Parteien stellten lediglich dar, dass Hon Hai Zahlungen an Microsoft entrichte und nicht umgekehrt.

Faxconn ist primär als Auftragsfertiger für Apple-Geräte wie iPhone und iPad bekannt. Daneben konnten die Taiwaner aber auch Deals im Android-Lager abschließen, sie bauen etwa für Amazon Kindle-Tablets oder montieren im Auftrag von Acer Smartphones.