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Fortinet lenkt bei GPL-Verletzung ein

27.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Sicherheitsspezialist Fortinet hat zugesagt, künftig die Linux zugrunde liegende General Public License (GPL) nicht mehr zu verletzen. Der Berliner Harald Welte und sein Projekt "GPL-Violations.org" hatten eine einstweilige Verfügung erwirkt, aufgrund der Fortinet zwei Produkte in Deutschland nicht mehr vertreiben darf. Das kalifornische Unternehmen verwendet in ihnen ein Betriebssystem, das auf Linux-Code basiert, und hatte diesen Softwarediebstahl durch kryptische Methoden zu verschleiern versucht (Computerwoche.de berichtete).

Fortinet verspricht nun, gemäß den GPL-Bestimmungen den Linux-Kernel zu veröffentlichen und zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird die Firma ihre Lizenzbestimmungen um die der GPL erweitern. Damit hat sich der Linux-Kernel-Mitentwickler Welte ein weiteres Mal durchgesetzt. (Ein Interview der COMPUTERWOCHE mit ihm finden Sie hier.)