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Fortés Firmengründer kehrt Sun den Rücken

02.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Marty Sprinzen, Gründer und früherer Chief Executive Officer (CEO) des Middleware-Spezialisten Forté, wirft bei Sun das Handtuch. Knapp ein halbes Jahr nach der Übernahme des Unternehmens durch Sun Microsystems wolle er sich nun persönlichen Dingen widmen.

Auf Anfrage des Brancheninformationsdienstes "Unigram X" bezeichnete David Harrah, Group Manager bei Sun, Sprinzens Rückzug als die übliche Reaktion eines Entrepreneurs, der stets neue Herausforderungen suche und sich in großen Organisationen nicht wohl fühle. Allerdings hatte Sun dem Forté-Gründer bisher auch keine neue Position im Unternehmen angeboten. Vielmehr wurde Sun-Manager Jonathan McKay als Vice President die Leitung der Geschäfte Fortés und des im Oktober 1999 übernommenen tschechischen Java-Spezialisten Netbeans übertragen. Sprinzen ist nicht der erste CEO, der Sun nach der Übernahme verlässt. Auch Zack Rinat, Firmengründer des Applikations-Server-Herstellers Netdynamics, hatte 1999 einige Monate nach der Fusion mit Sun seinen Rückzug erklärt.