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Forrester-Studie: Utility-Computing kaum gefragt

18.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laut einer Studie der Marktforscher von Forrester Research zeigen IT-Anwender an den derzeit angebotenen Utility-Computing-Services wenig Interesse. Die Offerten von IBM, das seine Produkte unter dem Schlagwort On Demand bündelt, sowie von Hewlett Packard (HP) oder Sun Microsystems fassen Hard- und Softwarekapazitäten in einem Pool zusammen, aus dem sich die Nutzer je nach Bedarf bedienen können. Abgerechnet werde dabei nur nach der wirklich verbrauchten IT-Leistung, ähnlich wie beim Strom aus der Steckdose, versprechen die Anbieter. Von den 88 befragten IT-Managern würden allerdings die wenigsten auf derartige, meist mit einem Outsourcing-Modell verknüpfte Services zugreifen. Lediglich 16 Prozent der an der Forrester-Studie beteiligten Unternehmen

gaben an, in entsprechende IT-Dienstleistungen investieren zu wollen. 84 Prozent dagegen planten, weiterhin die Kontrolle über ihre Datenzentren behalten zu wollen. Ein Utility-Modell würde die Mehrheit nur insofern nutzen wollen, um die eigenen IT-Kapazitäten intern effektiver auszulasten. Systemanbieter seien daher gefordert, Pay-per-use-Modelle ohne Outsourcing-Komponenten anzubieten, erläutert Forrester-Analyst Frank Gillett. 66 Prozent der Befragten erklärten ihr Interesse an solchen Angeboten. Währenddessen arbeiten IBM, HP und Sun weiter an neuen Utility-Computing-Optionen. Experten berichten, dass beispielsweise HP im nächsten Jahr ein der Stromabrechnung ähnliches Modell vorstellen möchte. Basiseinheit für die Kostenrechnung soll statt der Kilowattstunde das "Computon" werden. (ba)