Aus Fehlern gelernt

Forrester sieht iPhone reif für den Business-Einsatz

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Nach anfänglich kritischer Haltung empfiehlt Forrester nun das Apple iPhone für die Verwendung im Unternehmen.

Ende 2007 hatte Forrester das Apple iPhone noch als ungeeignet für die Enterprise-Nutzung bewertet. Als wichtigste Punkte in seiner Top-Ten-Mängelliste führte der Analyst Benjamin Gray damals die fehlende Verschlüsselung für vertrauliche Daten, keinen Support für die Kalender- und E-Mail-Synchronisierung über Microsoft Exchange und allgemein den Mangel an Anwendungen für das Mobiltelefon an. Ein gestohlenes iPhone stelle ein enormes Sicherheitsrisiko dar, warnte Gray.

Das Apple iPhone - laut Forrester nun Business-tauglich und vergleichsweise billig im Unterhalt.
Das Apple iPhone - laut Forrester nun Business-tauglich und vergleichsweise billig im Unterhalt.

Angesichts der mittlerweile vollzogenen Verbesserungen - zu nennen sind vor allem die besseren Management-Möglichkeiten und der ActiveSync-Support durch das System-Update iPhone 2.0, die Unmenge an verfügbaren Applikationen und die kommende Version iPhone 3.0 - hat Forrester seine Position inzwischen gewechselt. In der Studie "Making iPhone work in the Enterprise: Early Lessons learned" erklärt das Analystenhaus das Smartphone nun für Business-tauglich.

Es handle sich dabei nicht nur um ein weiteres Gerät, erklärt der verantwortliche Analyst Ted Schadler, vielmehr treibe das iPhone den Wechsel der Unternehmenskultur voran und gebe den Mitarbeitern die Freiheit, ihre eigenen Geräte zu wählen. Der eigentliche Payoff des iPhone und anderer mobiler Internet-Devices sei jedoch, dass sie einer zunehmend mobilen Workforce eine neue Plattform für die Bereitsstellung von Content und Anwendungen zur besseren Zusammenarbeit lieferten. Was die mobile E-Mail- und Kalendar-Nutzung anbelangt, sei das Blackberry nach wie vor die erste Wahl, so der Analyst. Für alles Andere sei jedoch das iPhone besser geeignet. Schadler verwies weiter darauf, dass die Apple-Smartphones im Unterhalt wesentlich billiger kämen als Blackberrys oder Windows-Mobile-Geräte, da sie weniger Support erfordern und wesentlich seltener defekt seien.