iPhone-Zeitreise

Force Touch und andere Smartphone-Innovationen von Apple

06.08.2015
Der Einzug der Force-Touch-Technologie auf iPhone 6S und iPhone 6S Plus gilt mittlerweile als sicher. Das Apple-Smartphone wäre damit das erste seiner Art, das mit einem solchen drucksensitiven Display ausgestattet ist. Schon in den Jahren zuvor setzte Apple mit eigenen Innovationen Akzente – wir fassen sie zusammen.
Apple setzte mit seinen iPhones nicht nur beim Design Maßstäbe, sondern bringt hin und wieder auch echte Innovationen an den Start.
Apple setzte mit seinen iPhones nicht nur beim Design Maßstäbe, sondern bringt hin und wieder auch echte Innovationen an den Start.
Foto: Apple

Dass das iPhone die Verbreitung von Smartphones maßgeblich beflügelt hat, ist unbestritten. Zum Diskussionsthema wird nun allerdings spätestens mit jedem anstehenden Launch eines neuen Apple-Smartphones, wie innovativ die Geräte tatsächlich sind. Fakt ist: Die Bedienung eines technischen Geräts über einen Touchscreen war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des ersten iPhone im Jahr 2007 nicht neu, wohl aber die Multi-Touch-Eingabe, die viele charakteristische Steuerungsgesten wie Pinch-to-Zoom prägte. Auch mit dem ein Jahr nach Marktstart des iPhone gestarteten App Store gestaltete Apple ein grundlegend neues Software-Ökosystem, das bis heute - auch bei anderen Betriebssystemen - Bestand hat.

Mit den Folgemodellen iPhone 3GS brachte Apple in den Jahren darauf Neuauflagen des Smartphones vor, die sich weniger durch revolutionäre Technik auszeichneten, dafür aber schnellere Hardware sowie einige beim ersten iPhone noch fehlende Hardware wie ein 3G-Modul spendiert bekommen haben. Mit dem 2010 vorgestellten iPhone 4 änderten sich Design und Material des Apple-Smartphones, Metall und Glas kommen zum Einsatz. Das neue Retina-Display bietet auf 3,5 Zoll eine Auflösung von 960 x 640 Pixel und erreicht eine damit bis zu diesem Zeitpunkt ungeahnt hohe Pixeldichte von 326 PPI. Das iPhone 4 ist außerdem Wegbereiter für den Micro-SIM-Standard, ähnlich wie das iPhone 5 später als erstes Gerät auf Nano-SIM setzte.

Das iPhone 4S, das seinen Marktstart im Jahr 2011 feierte, lieferte zwar kein neues Aussehen gegenüber dem Vorgänger, dafür aber als erstes Mobiltelefon einen internen Speicherplatz von 64 GB, Glonass-Unterstützung sowie mit Siri einen Sprachassistenten, der mit natürlicher Sprache bedient werden kann. Für das iPhone 5 vergrößerte Apple erstmals den Bildschirm seines Smartphone auf 4 Zoll, das Gehäuse kam diesmal in Form eines Metall-Unibody und mit dem Lightning-Anschluss setzte Apple einen neuen proprietären Standard durch. Eine technische Revolution erfolgte schließlich mit dem iPhone 5S, das als erstes Smartphone über einen 64-Bit-Prozessor sowie einen Fingerabdrucksensor verfügte.

Im Jahr 2014 brachte Apple erstmals zwei unterschiedlich große Geräte heraus, das iPhone 6 mit 4,7 Zoll und das iPhone 6 Plus mit 5,5 Zoll großem Bildschirm, wieder wird ein - neu geformter - Unibody aus Aluminium verwendet. Kaum innovativ ist der Einsatz eines unter Android-Geräten längst etablierten NFC-Chips, allerdings wird dieser im neuen iPhone in Kombination mit dem Fingerabdrucksensor auch für den neuen Bezahldienst Apple Pay verwendet.

Modell

Evolution

Revolution

iPhone (2007)

Multi-Touch-Display, App Store

iPhone 3G (2008)

3G-Modul

iPhone 3GS (2009)

Schnellerer Prozessor, 256 MB RAM, 3,2-Megapixel-Kamera und VGA-Video, bis 32 GB Speicher

iPhone 4 (2010)

Schnellerer Prozessor, 512 MB RAM, Display mit 960 x 640 Pixel, 5-Megapixel-Kamera, WLAN n

Micro-SIM, Retina-Display

iPhone 4S (2011)

Schnellerer Prozessor, Bluetooth 4.0, 8-Megapixel-Kamera

Sprachassistent Siri, bis 64 GB Speicher, Glonass

iPhone 5 (2012)

Schnellerer Prozessor, 1 GB RAM, 4-Zoll-Display mit 1.136 x 640 Pixel, Lightning-Anschluss, LTE

Nano-SIM

iPhone 5S (2013)

Schnellerer Prozessor mit M7-Co-Prozessor

Fingerabdrucksensor, 64-Bit-Prozessor

iPhone 6 & iPhone 6 Plus (2014)

Schnellerer Prozessor, 4,7-Zoll oder 5,5-Zoll-Display, WLAN ac, bis 128 GB Speicher

NFC und Apple Pay, Barometer

Die für den nächsten Monat erwarteten iPhone 6S und iPhone 6S Plus werden voraussichtlich wie in den Jahren zuvor im nur minimal abgewandelten Gehäuse stecken wie ihre Vorgänger, dafür aber auch neue Technik führen. Schon seit einigen Monaten wird Apple der Einsatz von Force-Touch-Displays in den neuen iPhones nachgesagt. Der kürzlich vermeldete Produktionsstart solcher Bildschirme lässt nun vermuten, dass genau ein solcher Bildschirm auch verbaut sein wird. Die bereits in der Apple Watch steckende Technik ermöglicht das Ausführen unterschiedlicher Aktionen abhängig vom auf den Touchscreen ausgeübten Druck. Wie das in der Realität aussehen könnte, zeigt das unten stehende Konzeptvideo von Maximilian Kiener. Mit einem solchen Bildschirm würde Apple die Bedienung von iOS revolutionieren - und womöglich auch andere Hersteller davon überzeugen, künftig auf drucksensitive Displays zu setzen.

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