Google Project Skybender

Flugdrohnen bringen das Internet

02.02.2016
In Europa ist Internet inzwischen nahezu allgegenwärtig, in manchen anderen Teilen der Welt ist das anders. Große Unternehmen wie Facebook oder Google haben es sich daher zum Ziel gesetzt, über neue Technologien mehr Menschen Zugang zum Internet zu verschaffen. Das Projekt Skybender sieht beispielsweise fliegende Solar-Drohnen mit 5G-Technologie vor.
Google hatte 2014 bereits den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace übernommen.
Google hatte 2014 bereits den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace übernommen.
Foto: Titan Aerospace

Aktuell verfügen nur 40 Prozent der Menschen weltweit über einen Internetzugang - das ist eindeutig zu wenig. Firmen wie Facebook und Google arbeiten daher daran, die Netzabdeckung auch in Gebiete zu bringen, wo es noch kein Internet gibt. Nach Informationen des "Guardian" arbeitet Google derzeit an einem "Skybender" benannten Projekt für solarbetriebene Flugdrohnen, die über Millimeterwellen-Technologie (Mikrowelle) 5G-Internet in unterversorgte Gebiete bringen sollen. Mit 5G sollen dann Datenraten von mehreren Gigabit pro Sekunde möglich sein - das wäre etwa 40 Mal schneller als bislang per 4G (LTE).

Für das Project Skybender hat Google einen 15.000 Quadratmeter großen Hangar vom zivilen Weltraumunternehmen Virgin Galactic für 1.000 US-Dollar pro Tag gemietet, so der "Guardian". Der Hangar liegt in New Mexico nahe dem kleinen Städtchen "Truth or Consequence". Neu ist die Idee, Internet per Luftgefährt weiter zu verbreiten, nicht - Beispiel Project Loon. Und vor etwa einem Jahr hatte auch Mark Zuckerberg über Pläne von Facebook, einen Internetzugang mittels Flugdrohnen auszurollen, gesprochen.

Warum aber setzen die Unternehmen nicht auf eine Mischung aus Ballon und Flugzeug, etwa in Form eines Zeppelins? Diese brauchen für Auftrieb keine Bewegung, sind dennoch steuerbar und bieten genügend Fläche für Sonnenkollektoren. Allerdings müssten sie wegen ihrer Größe in der höheren, windärmeren Stratosphäre fliegen, um nicht abzudriften. Doch das ist zu hoch für die Reichweite der Millimeterwelle-Sender.

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