Flotter Mobilrechner: Apple Macbook Pro

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Schnell und aktuell: Seit sich Apple von Intel beliefern lässt, gehören die Apfel-Notebooks zu den flottesten Mobilrechnern. Auch das neue Macbook Pro mit Core2 Duo macht das keine Ausnahme.

Tempo: Wir testeten das Macbook Pro unter Windows XP Home mit Boot Camp 1.1.2. Unter diesen Bedingungen schnitt das Apple-Notebook im Leistungstest Sysmark 2004SE etwas schlechter als erwartet ab – es kam nur auf das Tempo-Niveau von Notebooks mit Core2 Duo T7200 (2,0 GHz). In unserer Testkonfiguration arbeitete aber ein T7600 (2,33 GHz). Trotzdem gehört das Macbook Pro derzeit auch unter Windows zu den schnellsten Notebooks. Bei der Grafikkarte hat Apple nachgebessert: Im Notebook arbeitet zwar immer noch eine Mobility Radeon X1600 von ATI. Aber immerhin mit einem deutlich höheren Chip- und Speichertakt als beim Vorgänger – damit schaffte das Macbook Pro noch spieletaugliche 7023 Punkte im 3D Mark 03.

Ausstattung: Auch hier hat sich im Vergleich zum Core-Duo-Macbook etwas getan – die Festplatte ist größer (120 GB), der DVD-Brenner beschreibt nun auch doppellagige DVD+R-Medien. Doch die grundsätzliche Kritik bleibt: Vor allem das Schnittstellen-Angebot ist angesichts des Preises zu spärlich. Dem neuen Macbook Pro spendiert Apple aber wenigstens zwei Firewire-Ports (400, 800)

Mobilität: Im Akkutest hielt das Apple Macbook Pro 2:46 Stunden durch – das ist eher mäßig. Dennoch wird man das Notebook gerne öfters mitnehmen – um es herzuzeigen und weil es mit 2,54 Kilogramm recht leicht ist.

Handhabung: Eigentlich lässt sich der Cursor auf der großen Touchpad-Fläche bequem bewegen – unter Windows „übersteuerte“ er aber bei schnellen Bewegungen, so dass punktgenaues Platzieren einen ruhigen Finger erforderte. Dafür kann man nun auch unter Windows einen Rechtsklick ohne Tastaturumweg ausführen: Einfach zwei Finger aufs Touchpad legen und klicken. Die stabile Tastatur gefiel beim Schreiben mit gutem Druckpunkt, obwohl sie etwas laut war.

Ergonomie: Neben dem beeindruckenden Design und der hochwertigen Verarbeitung gehört auch das Display zu den Höhepunkten des Macbook Pro. Es leuchtet sehr hell und bietet einen hohen Kontrast. Auch der recht weite Blickwinkel beeindruckt. Im Lautheitstest blieb der Lüfter selbst unter Last lange Zeit angenehm leise: Wenn das Macbook Pro aber länger kräftig arbeiten muss, dreht der Luftquirl störend laut auf. Obwohl sich auch das neue Modell auf der Unterseite spürbar erwärmte – wir maßen rund 39 Grad –, war die Wärmeentwicklung deutlich geringer als beim Vorgänger.

Fazit: Auch das Core2-Duo-Modell des Macbook Pro reiht sich im Windows-Test unter die Top-Notebooks ein, was Tempo, Verarbeitung und Display-Qualität angeht. Doch die Kritikpunkte bleiben: Die Ausstattung ist gemessen am Preis zu spärlich und Apple gibt nur ein Jahr Garantie.