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Flextronics enttäuscht auf der ganzen Linie

29.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Auftragsfertiger Flextronics hat in seinem vierten Geschäftsquartal 2004/05 (Ende: 31. März) einen unerwarteten Umsatzeinbruch verbucht. Wie das Unternehmen bekannt gab, sanken die Einnahmen wegen der überraschend schwachen Nachfrage nach Mobiltelefonen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent auf 3,61 Milliarden Dollar. seinen Nettogewinn konnte der in Singapur ansässige, aber von Kalifornien aus geleitete Konzern mit 74,2 Millionen Dollar oder zwölf Cent pro Anteil vervierfachen. Grund für die Ergebnisverbesserung waren jedoch in erster Linie die im Jahresvergleich von 75,6 Millionen auf 7,6 Millionen Dollar gesunkenen Restrukturierungskosten.

Im Gesamtjahr 2004/05 erzielte Flextronics einen Nettogewinn von 339,9 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 352,4 Millionen Dollar angefallen war. Die Einnahmen legten gleichzeitig um knapp neun Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar zu, lagen jedoch - ebenso wie der Gewinn - unter dem Marktkonsens.

Auch beim Ausblick auf das neue Geschäftsjahr hatte Flextronics wenig Erfreuliches zu vermelden: Die Company senkte ihre Umsatzprognose auf 17 bis 17,5 Milliarden Dollar. Gleichzeitig wird ein Pro-forma-Gewinn zwischen 80 und 90 Cent je Aktie erwartet. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten bislang im Schnitt mit einem Plus von 86 Cent je Anteil bei 19 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.

Als Grund für den schwachen Ausblick verwies das Management auf Verzögerungen bei der Übernahme der Produktionsanlagen von Nortel. Die Übergabe der Werke wird nun voraussichtlich erst Anfang 2006 erfolgen. Ursprünglich sollte der Deal spätestens Mitte dieses Jahres über die Bühne gehen. (mb)