Studie von Centracon

Flexible IT-Arbeitsplätze sind die Ausnahme

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Nur jedes siebte Unternehmen kann die Mitarbeiter-Clients kurzfristig mit benutzerindividuellen Anwendungen und Diensten ausstatten.

Flexibilität gilt heute als Primärtugend jedes Unternehmensbereichs. Dazu gehört auch die schnelle Bereitstellung oder Anpassung maßgeschneiderter IT-Arbeitsplätze. Doch in der Praxis lässt sie oft zu wünschen übrig. Das ermittelte das auf Arbeitsplatzoptimierung spezialisierte Beratungsunternehmen Centracon, indem es mehr als 300 IT-Verantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum befragte.

Der Erhebung zufolge ist nur eins von sieben Unternehmen in der Lage, Clients für seine Mitarbeiter kurzfristig mit aufgabengerechten Anwendungen und Diensten zu versehen. 22 Prozent können das - eigenen Angaben zufolge - zumindest mit Einschränkungen leisten. Doch fast zwei Drittel der Befragten schreiben sich selbst keine allzu hohe Flexibilität zu.

Flexibiliät ist Mangelware.
Flexibiliät ist Mangelware.
Foto: Centracon

Angesichts der hohen Veränderungsdynamik in den Unternehmen erweise sich das als "Hemmschuh", so Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards. Schließlich unterliege die Organisation der Firmen einem ständigen Wandel: "Mal bekommt die Abteilungsstruktur einen neuen Zuschnitt, mal werden Funktionen zentral konsolidiert und mal auf andere Standorte verlagert." In jedem dieser Fälle müssten die Mitarbeiter an ihrem neuen Einsatzort kurzfristig eine Arbeitsplatzumgebung vorfinden, die hinsichtlich Anwendungen und Services ihrem individuellen Bedarf entspreche. Deshalb seien schnelle und flexible Veränderungsprozesse notwendig.