Gründe für Outsourcing

Flexibilität wichtiger als Kostensenkungen

19.11.2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Die deutschen Unternehmen initiieren Outsourcing-Maßnahmen immer seltener aus Kostengründen. Entscheidend ist für die Betriebe hingegen, durch die Auslagerung von IT-Aufgaben ein höheres Maß an Flexibilität zu gewinnen.

Der aktuellen Trendstudie "Erfolgsmodell Outsourcing" des Marktforschungs- und Beratungshauses Steria Mummert zu Folge steht das reine Kostenargument nur noch bei jedem zweiten Entscheider im Vordergrund. Im vergangenen Jahr war das Thema Kosten noch für 78 Prozent der Befragten vorherrschend. Hingegen sehen sich aktuell 40 Prozent der Unternehmer veranlasst, Ausgliederungsmaßnahmen vorzunehmen, um flexibler auf zusätzliche Kapazitätsschwankungen reagieren zu können - im vergangenen Jahr stand nur bei 27 Prozent der Befragten das Thema Flexibilität im Vordergrund.

Sprunghafte Auftragslagen erfordern schnelle Reaktion

"In den vergangenen zwölf Monaten waren viele Unternehmen in Deutschland damit konfrontiert, auf eine sprunghaft wechselnde Auftragslage schnell reagieren zu müssen", sagt Rüdiger Kloevekorn von Steria Mummert Consulting. "Diese Erfahrungen spiegeln sich jetzt in den Motiven für Outsourcing-Entscheidungen wider. Denn ein Großteil der Unternehmen will Kapazitätsschwankungen künftig mit Auslagerungsprojekten beherrschbar machen, ohne im eigenen Unternehmen investieren zu müssen."

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