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Flaute im weltweiten Servermarkt

03.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Konjunkturflaute in den USA und Westeuropa hat dem weltweiten Servermarkt im zweiten Quartal 2001 nur ein minimales Wachstum beschert: Die verkauften Stückzahlen (973.784) stiegen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (966.779) um lediglich 0,7 Prozent. Das geht aus einer Studie des Gartner-Marktforschungsarms Dataquest hervor.

Compaq Computer konnte seine Topposition nach Stückzahlen im weltweiten Vergleich mit einem Marktanteil von 26,7 Prozent behaupten. Der texanische Hersteller lieferte zwischen April und Juni über 250.000 Server aus. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2000 büßte Compaq jedoch 4,9 Prozent ein. Dell Computer und IBM folgen auf den Rängen zwei und drei mit 18 beziehungsweise 16,7 Prozent Marktanteil. Diese beiden US-Anbieter sind die einzigen unter den Top Five, die im vergangenen Quartal ihre Stückzahlen steigern konnten: Dell legte um 28 Prozent zu, IBM verkaufte zehn Prozent mehr Server als im Vorjahresquartal.

Das kalifornische Unternehmen Sun Microsystems, das während des Dotcom-Booms 2000 große Zuwächse bei seinen Highend-Unix-Maschinen verzeichnet hatte, musste in den vergangenen drei Monaten einen Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum hinnehmen. Hewlett-Packard lieferte im zweiten Quartal 2001 rund zehn Prozent weniger Server aus.

Nach Angaben von Dataquest tendierten die Kunden im zweiten Quartal eher zu kleineren und günstigeren Serversystemen. "Die jüngsten IBM-Attacken auf HP- und Sun-Kunden, die sehr aggressiv waren, trugen Früchte. HPs anhaltende Channel-Probleme haben wahrscheinlich zum Erfolg der IBM-Aktionen beigetragen", erklärte Dataquest-Analyst Jeffrey Hewitt. Zudem hätten Suns Probleme mit dem Ultrasparc-III-System und ein schlechter Ruf in Anwenderkreisen, was Service und Support angeht, den Rückgang der Serverzahlen beschleunigt.