Flaute im DV-Sektor zieht immer weitere Kreise:HP mit 13 Prozent Gewinnrückgang

30.08.1985

PALO ALTO (CW) - Um 13 Prozent gefallen ist der Nettogewinn bei der Hewlett-Packard Co. (HP) im dritten Quartal 1985 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen führt dies auf den unerwartet hohen Auftragsrückgang von 20 Prozent bei seinen Tochtergesellschaften außerhalb der USA, speziell in Europa, zurück.

Der Gewinn lag im dritten Quartal bei 117(Vorjahr: 134) Millionen Dollar. Bereits ab erstem Quartal ist ein Abwärtstrend in der Gewinnsituation zu verzeichnen. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum geringfügig um drei Prozent von 1,56 auf 1,61 Milliarden Dollar. In den ersten beiden Quartalen erwirtschaftete HP noch Umsatzsteigerungen von 20 beziehungsweise 10 Prozent.

Wie HP-Vorstandsvorsitzender John Young mitteilte, lagen die Inlandsaufträge sieben Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Auftragseingang für Computer und weitere elektronische Produkte sank um zwölf Prozent. Im dritten Quartal verschlechterte sich der Auftragseingang im internationalen Raum nach den Worten Youngs erheblich.

In den neun Fiskal-Monaten mußte der Hersteller von Minicomputern und Meßgeräten einen Gewinnrückgang von fünf Prozent auf 362 (Vorjahr: 380) Millionen Dollar hinnehmen. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar.

Seit Beginn des Geschäftsjahres verzeichnete HP beim Auftragseingang lediglich einen Zuwachs um ein Prozent, wobei im Inland zwei Prozent weniger Orders eingingen, im Ausland hingegen ein Anstieg von vier Prozent registriert wurde.

Nach den Ausführungen Youngs konnte HP durch Konsolidierungsmaßnahmen die Betriebskosten senken. Kürzlich kündigte das Unternehmen weitere Pläne zur Kostenreduzierung an, wonach beispielsweise die meisten Niederlassungen für ein bis zwei Tage pro Monat geschlossen werden sollen.