FJH schraubt Umsatzerwartungen zurück

24.11.2006
Das auf Versicherungen spezialisierte Software- und Beratungshaus aus München konnte im dritten Quartal 2006 die Umsätze steigern und den Verlust verringern. Zusätzliche Kosten, die aus der Übernahme der Pylon AG resultieren, veranlassten das Management, die Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr zu revidieren.

Die FJH AG hat im dritten Quartal 2006 einen Umsatz von 13,9 Millionen Euro eingefahren. Im Vorjahreszeitraum waren es 12,6 Millionen Euro. Mit einem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von minus 0,2 Millionen Euro steht das Unternehmen ebenfalls besser da (im Vorjahr waren es minus 1,8 Millionen Euro). In den Zahlen spiegelt sich die Übernahme des IT- und Prozessberatungshauses Pylon AG aus Hamburg wider, für das die Münchner einen einstelligen Millionenbetrag hingeblättert hatten (siehe auch FJH investiert in Wachstum).

Inzwischen ist der operative Cashflow mit 0,5 Millionen Euro wieder im positiven Bereich, er lag zwölf Monate zuvor noch bei minus 10,2 Millionen Euro.

FJH hatte im Mai ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt, dessen volle Wirkung entgegen ursprünglichen Erwartungen des Managements erst im nächsten Geschäftsjahr die volle Wirkung zeigen wird. Für das vierte Quartal erwartet die Geschäftsleitung einen Umsatz zwischen 14 und 16 Millionen Euro und somit einen Gesamtumsatz in 2006, der sich zwischen 56 und 58 Millionen Euro einpendeln soll. Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) für das Jahr 2006 soll unter Einbeziehung von Pylon zwischen minus 1,1 Millionen Euro und 1,1 Millionen Euro liegen. Damit nimmt das Management zuvor gemachte Prognosen zurück: Anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Quartal im August dieses Jahres waren die Vorstände Michael Junker und Thomas Junold noch von einem Jahresumsatz in Höhe von rund 61 Millionen Euro und einem Ebit von rund 2,5 Millionen Euro ausgegangen (siehe auch FJH reduziert Verlust ). Trotz der positiven Gesamtentwicklung des Unternehmens habe sich vor dem Hintergrund des Erwerbs und der Integration der Pylon AG die Vorhersage als zu ehrgeizig erwiesen, teilt FJH mit.

Inhalt dieses Artikels