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FJH reduziert Verlust

23.08.2006
Das auf die Versicherungs- und Finanzbranche spezialisierte Software- und Beratungsunternehmen konnte seinen Verlust im zweiten Quartal 2006 deutlich senken und hofft nun auf den Turnaround.

Nicht zuletzt der im März übernommenen Pylon AG (siehe auch: "FJH investiert in Wachstum ")verdankt es FJH, dass der Umsatz im aktuellen Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahresquartal von 14,9 Millionen auf 15,3 Millionen Euro zulegte. Auch auf der Ergebnisseite machte das Münchner Unternehmen Fortschritte, wenngleich der erhoffte Breakeven knapp verfehlt wurde. Stattdessen schrumpfte der operative Verlust (Ebit) gegenüber dem Vorjahr von 1,8 Millionen auf 100.000 Euro. Unter dem Strich verbuchte FJH einen ebenso hohen Fehlbetrag, verglichen mit einem Nettominus von 1,4 Millionen Euro im zweiten Quartal 2005. Ohne die Kosten für die Konsolidierung der Pylon AG hätte das Unternehmen im Berichtszeitraum nach eigenen Angaben einen Profit von 500.000 Euro erzielt.

Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung und der laut FJH guten Auftragslage gibt sich das Management optimistisch: Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die beiden Vorstände Michael Junker und Thomas Junold einen Umsatz in Höhe von rund 61 Millionen Euro und ein Ebit-Gewinn von rund 2,5 Millionen Euro - ausgehend von 500.000 Euro Integrationskosten für Pylon. Dabei soll sich die Geschäftsentwicklung von FJH saisonbedingt im dritten Quartal leicht abschwächen, jedoch im vierten Quartal deutlich zunehmen. Im Geschäftsjahr 2007 rechnet das Unternehmen mit einem stärkeren Umsatz- und Ergebniswachstum im Vergleich zu 2006 sowie einer hohen einstelligen Ebit-Rendite. Ende Juni beschäftigte FJH nach eigenen Angaben 518 Mitarbeiter, das sind 22 mehr als zum Jahreswechsel. Ende 2004 standen allerdings noch 893, im Dezember 2003 sogar 1034 Namen auf der Lohnliste des einstigen Börsenstars. (mb)