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Firmenmitarbeiter laden sich unfreiwillig Software auf den PC

29.04.2004

Die Marktforscher von Harris Interactive haben in einer Untersuchung bei Netzadministratoren und Firmenmitarbeitern festgestellt, dass weit mehr Angestellte aus privatem Interesse im Internet surfen und dabei unerwünschte Software aus dem Internet auf die Unternehmens-PCs laden, als bislang angenommen.

Nach der telefonisch durchgeführten Untersuchung "Web@Work 2004" haben sechs Prozent der befragten Unternehmensmitarbeiter angegeben, Spyware auf ihre PCs herunter geladen zu haben. Diese Angabe steht im Kontrast zu den Aussagen der Netzadministratoren, die aussagten, fast 30 Prozent der Rechner in ihren Unternehmen seien mit Spyware verseucht.

Bei Spyware handelt es sich um Techniken, die geeignet sind, Informationen über eine Person oder eine Organisation zu sammeln, ohne dass sich die Surfer solcher Schnüffelaktionen überhaupt bewusst sind. Diese Software wird auch Spybot oder Tracking Software genannt. Die Informationen werden an Anzeigenpartner oder andere Interessenten verkauft. Spyware lädt sich entweder als Virus auf einen PC oder heimlich huckepack mit einem anderen, frei verfügbaren Softwarepaket.

21 Prozent der befragten Mitarbeiter in Unternehmen gaben an, dass sie Streaming Media nutzen, also beispielsweise Internetradio hören oder sich Nachrichten live im Web ansehen. Allerdings wollen lediglich sechs Prozent auch Video- oder Audio-Clips auf die Firmen-Server herunterladen. Auch diese Angabe ist nicht ganz im Einklang mit den Erfahrungen der Netzadministratoren. Danach belegen nämlich Streaming-Data, die nicht beruflichen Belangen entsprechen, fast zehn Prozent des Speicherplatzes auf Unternehmens-Massenspeichern. Und immerhin 14 Prozent der Mitarbeiter gaben in den Telefoninterviews an, sie würden im Internet Spiele spielen oder sich diese auf die Firmenrechner herunterladen.

Dichtung und Wahrheit existiert allerdings auch in der Wahrnehmung der IT-Verantwortlichen, wenn es um Fragen der Sicherheit geht. 93 Prozent aller IT-Manager glaubt, sie hätten ihre Firmennetze mit Antiviren-Software abgesichert, die in der Lage ist, Virusattacken wirkungsvoll abzuwehren. Allerdings sagen Zweidrittel der befragten IT-Manager auch, dass ihre Computernetze in der jüngeren Vergangenheit von Viren infiziert wurden. (jm)