Outsourcing in Europa

Firmen stellen komplexes Bündel an Anforderungen

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Auch kleinere Firmen nutzen inzwischen vermehrt Outsourcing-Services. Dabei sind sie wie Großbetriebe noch immer stark auf Kostenkontrolle fokussiert. Das ergab eine aktuelle Gartner-Studie.

Die europäischen Unternehmen forcieren ihre Outsourcing-Aktivitäten. Wie die Marktforscher von Gartner in einer aktuellen Studie feststellen, planen 53 Prozent der Unternehmen in diesem Jahr verstärkte Outsourcing-Aktivitäten ein. Zwei Fünftel geben an, ihre Ausgaben für externe Dienstleistungen zu erhöhen.

Outsourcing-Planspiele: Auch kleinere Unternehmen befassen sich damit immer mehr.
Outsourcing-Planspiele: Auch kleinere Unternehmen befassen sich damit immer mehr.

Eine neue Entwicklung ist, dass immer mehr Firmen mit kleinem IT-Budget auslagern. 14,7 Prozent der Unternehmen mit einem IT-Budget unter 1 Million Euro wagen sich in diesem Jahr ins Outsourcing, berichtet Gartner. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 6,1 Prozent der Firmen in dieser Größenordnung.

Immer größer wird auch die Zahl der Unternehmen, die mindestens die Hälfte oder zum Teil über drei Viertel ihrer IT-Ausgaben an externe Dienstleister weiterreichen. „Allerdings zeigen die Ergebnisse auch, dass der Druck auf die IT-Ausgaben immer noch hoch ist“, sagt Claudio Da Rold, Vice President bei Gartner. „Die europäischen Unternehmen erwarten von den Anbietern weitere Kostenreduzierungen.“

Zu steigenden Zahlungen an die Anbieter sind die Firmen deshalb nicht unbedingt bereit. Insgesamt erwartet ein Viertel der Befragten sogar einen Rückgang der IT-Service-Budgets.

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