Web Application Security

Firmen sollten Sicherheit ihrer Web-Anwendungen ernster nehmen

16.01.2009
Von Katharina Friedmann 
Europäische Unternehmen sind sich durchaus bewusst, dass ihre Web-Applikationen hohe Sicherheitsrisiken bergen. Was gezielte Schutzmaßnahmen betrifft, besteht laut einer von F5 initiierten Umfrage allerdings Nachholbedarf.

Das Gros der europäischen Unternehmen (72 Prozent) erachtet seine Web-Anwendungen als wesentlich für den Betrieb der eigenen Organisation. Doch bei weitem nicht alle Firmen sichern diese kritischen Applikationen gezielt ab: Nur gut die Hälfte (57 Prozent) hat bereits Vorkehrungen etwa in Form einer Web Application Firewall (WAF) getroffen oder in naher Zukunft geplant. Das ergab eine Umfrage, die der auf Application Delivery Networking spezialisierte Anbieter F5 unter 300 IT-Verantwortlichen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien vorgenommen hat. Die Interviewpartner stammten jeweils zur Hälfte aus Firmen mit 1000 bis 3000 Beschäftigten sowie Organisationen mit mehr als 3000 Mitarbeitern.

Vielmehr ist gut jeder zweite Befragte (53 Prozent) davon überzeugt, dass die unternehmenseigenen Web-Applikationen vor Attacken und Datendiebstahl absolut sicher sind - was die noch eher zögerliche Vorsorge in Sachen Web Application Security (WAS) ein Stück weit erklären mag. Untersuchungen etwa der Non-Profit-Organisation Web Application Security Consortium (WASC) zufolge ist allerdings davon auszugehen, dass rund 97 Prozent aller Web-Applikationen angreifbar sind. Ein weiterer potenzieller Bremsklotz in Punkto WAS: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Umfrageteilnehmer gab an, das Management ihres Unternehmens verstehe die Wichtigkeit hochsicherer Web-Applikationen nicht.

Wohl nicht zuletzt aus diesem Grund hält nahezu die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen ein höheres Maß an regulativer Hilfestellung für erforderlich, um Organisationen dabei zu helfen, sich in Sachen WAS besser aufzustellen. Deutsche (58 Prozent) und Franzosen (50 Prozent) sind laut Umfrage eher bereit, sich diesbezüglich durch externe Vorgaben "unter die Arme greifen zu lassen", als etwa die Briten (37 Prozent).