Arbeitsmarkt

Firmen denken wieder an Recruiting

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Vertriebsprofis und IT-Experten dürfen hoffen. Für sie wollen Unternehmen im Lauf des Jahres neue Stellen schaffen, so eine aktuelle Umfrage des Jobportals CareerBuilder.

Wer Unternehmen nach ihren Einstellungsplänen befragte, erntete noch vor einem Jahr ein klares Kopfschütteln. Mittlerweile können sich wieder mehr Firmen vorstellen, neue Mitarbeiter an Bord zu holen. Von vorsichtigem Optimismus spricht denn auch das Online-Portal CareerBuilder, das 130 deutsche Führungskräfte zu ihren Rekrutierungsabsichten befragte. 33 Prozent der Befragten planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate Vollzeit-Mitarbeiter einzustellen. Gefragt sind dabei vor allem Vertriebsexperten, gefolgt von IT-, Verwaltungs- und Marketing-Profis.

Arbeitsmarkt: Die Trends 2010

In der Studie macht CareerBuilder sechs aktuelle Beschäftigungstrends aus:

  1. Rekrutierung aus dem Ausland: Insbesondere für die Bereiche IT, Kundenservice und Kommunikation rekrutieren deutsche Arbeitgeber Personal aus dem Ausland.

  2. Gehälter einfrieren: Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen hat eine Nullrunde für die Krisenzeit eingeführt. Zwei Drittel gehen davon aus, dass die Gehälter der neuen Mitarbeiter zunächst nicht steigen werden.

  3. Mehr Flexibilität: 40 Prozent der Befragten wollen Arbeitskräfte durch flexible Vereinbarungen wie Gleitzeiten, Teilzeitverträge oder komprimierte Arbeitswochen (gleiche Wochenstundenzahl in weniger Tagen) gewinnen und halten.

  4. Geld für Weiterentwicklung: Ein Drittel der Befragten investiert stärker in externe Weiterbildung für Mitarbeiter.

  5. Eintrittsdatum verschieben: Deutsche Arbeitgeber binden Talente früh, verschieben aber die Ausgaben für zusätzliche Lohnkosten. Acht Prozent haben bereits Stellen ausgeschrieben, die erst später im Jahr besetzt werden.

  6. Talente fördern: Wenn eine große Zahl von Talenten verfügbar ist, stellen 13 Prozent der Befragten leistungsstarke Mitarbeiter ein, während sie Leistungsschwachen kündigen.