Neues "Australis"-Design

Firefox sieht jetzt ziemlich aus wie Chrome

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Mozilla hat die neue Version 29 des Firefox-Browsers veröffentlicht, deren Benutzeroberfläche grundlegend überarbeitet wurde.

Das neue UI wurde unter dem Arbeitstitel "Australis" entwickelt und war zuvor schon in Beta- und Aurora-Vorabversionen zu sehen. Die Tabs sind einer Mitteilung von Mozilla zufolge "schlanker und weicher", was den Nutzern helfen solle, sich schneller im Web zu orientieren. Die aktuell besuchte Internetseite sei leicht zu erkennen, weil die anderen Tabs im Hintergrund verblassten und nicht ablenkten.

Das Firefox-Menü befindet sich jetzt in der rechten Ecke.
Das Firefox-Menü befindet sich jetzt in der rechten Ecke.
Foto: Mozilla

Das Firefox-Menü befindet sich demnach jetzt in der rechten Ecke der Symbolleiste und versammelt alle Browser-Bedienelemente an einem Ort. Mit der "Anpassungs"-Funktion im Menü versetzen Firefox-Nutzer den Browser in einen leistungsstarken Anpassungs-Modus. Damit lassen sich beliebige Features und Add-ons hinzufügen oder verschieben. Diese Individualisierungsoptionen gäben den Usern die Kontrolle über ihre Internetnutzung und seien mit keinem anderen Browser vergleichbar, so Mozilla weiter.

Das neue "Firefox Sync" bietet einen sicheren und einfachen Weg, um Firefox überall zu nutzen. Firefox Sync ermöglicht den Zugriff auf den Browserverlauf in der Adressleiste, gespeicherte Passwörter, Lesezeichen, geöffnete Tabs und persönliche Daten über mehrere Computer und mobile Geräte unter Android hinweg. Die "Firefox Accounts" unterstützen den Sync-Service und vereinfachen die Einrichtung und Synchronisierung auf den Geräten.

Die Oberfläche von Firefox lässt sich nun vom Nutzer fast beliebig anpassen.
Die Oberfläche von Firefox lässt sich nun vom Nutzer fast beliebig anpassen.
Foto: Mozilla

Mozilla hat sich nach eigenen Angaben jedes Element im Firefox angeschaut, um viele Details angenehmer und einfacher zu gestalten - sogar die Lesezeichen, die man nun mit einem einzigen Klick anlegen und gleichzeitig verwalten kann.

Die neuen Firefox-Features aus Nutzersicht im Überblick:

  • Neues Design: Schlanke überarbeitete Tabs sowie ein moderner Auftritt ermöglichen eine individuelle Webnutzung.

  • Anpassungsmodus: User erhalten damit ein personalisiertes Weberlebnis mit den Features, die sie am meisten nutzen.

  • Firefox-Menü: Beliebte Browser-Steuerungselemente, Features und Add-ons befinden sich an einem Ort. Nutzer erhalten damit einen schnellen und einfachen Zugriff auf häufig genutzte Features. Das Menü ist komplett personalisierbar, so dass es Nutzer nach ihren Wünschen bearbeiten können.

  • Übersichtliche und einfache Lesezeichen: Mit einem einzigen Klick können Lesezeichen erstellt und gleichzeitig verwaltet werden.

  • Einfacher Zugriff auf den Add-ons-Manager: Firefox beinhaltet einen Add-ons Manager, der direkt vom Menü aufgerufen werden kann. Das hilft Nutzern, Add-ons zu entdecken und leichter zu installieren.

  • Firefox Accounts unterstützen ein optimiertes Firefox Sync: Mit den Firefox Accounts und dem Sync Feature ist es leicht, mehrere Geräte datenverschlüsselt einzurichten und zu verbinden. Firefox Sync ermöglicht den Zugriff auf den Browserverlauf in der Adressleiste, gespeicherte Passwörter, Lesezeichen und persönliche Daten auf dem Computer und mobilen Android Geräten.

Allerhand Neuerungen für Entwickler gibt es in Firefox 29 aber ebenfalls:

  • WebRTC: Firefox unterstützt WebRTC. Diese Funktion ermöglicht Videogespräche und Datenaustausch zwischen den Browsern.

  • WebAPIs: Es gibt nun mehr als 30 von Mozilla eingeführte WebAPIs, die mehr Funktionalität und Features im Web freischalten.

  • asm.js und Emscripten: asm.js ist ein von Mozilla eingeführtes JavaScript-Subset, das bei Spielen und anderen performance-intensiven Anwendungen mit nahezu nativer Geschwindigkeit läuft.

  • Web-Audio-API: Mit der Web Audio API können Entwickler robuste Audio-Engines im Web erstellen, die Funktionen wie Raumklang und Effekte wie Hall unterstützen. Diese umfassenden Audio-Features sind besonders für Spieleentwickler wichtig.

  • CSS Flexbox: Diese Integration ermöglicht es Entwicklern, Benutzeroberflächen zu bauen, die sich der Größe des Browserfensters anpassen bzw. ein elastisches Layout zu erstellen, das sich der Schriftgröße anpasst.

  • App Manager: Der App Manager bringt die Webentwickler-Tools zu den mobilen App-Entwicklern. Damit ist es leichter, mobile Web-Apps mit Live-Prototyping und Debugging für Firefox OS Telefone direkt vom Desktop zu erstellen.

  • Extension APIs: Entwickler, die das Add-on SDK nutzen, können nun mit den neuen Button und Toolbar APIs ihr Add-on einfach in die neue anpassbare Firefox Symbolleiste integrieren.

Auch die Android-Version von Firefox hat Mozilla gründlich überarbeitet; Details dazu finden Interessierte in den Release Notes.