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W3B-Studie

Firefox ist Deutschlands führender Browser

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Über zehn Jahre lang war der Internet-Explorer von Microsoft der meist genutzte Browser im deutschen Internet - jetzt verdrängt Firefox seinen Konkurrenten der "W3B"-Studie von Fittkau & Maaß zufolge auf Platz zwei.

Addiert man alle genutzten Versionen des Internet Exporers zusammen, ist Firefox als Browser-Anbieter knapp in Führung gegangen, teilen die Hamburger Marktforscher heute früh mit. Betrachtet man nur die aktuellen Versionen, dann hat Firefox in der Version 3 mittlerweile ebenfalls einen deutlichen Vorsprung vor der Version 8 des Internet Explorer (der allerdings mit wachsender Verbreitung von Windows 7 stärker zulegen dürfte).

Fittkau & Maaß verweist hierbei auf die bekannte Problematik, dass 43 Prozent der IE-Nutzer noch immer mit einem "alten" Browser surfen - rund 16 Prozent nutzen sogar noch die Version 6 aus dem Jahr 2001. Obwohl eine Aktualisierung von Version 7 auf 8 bequem per Systemaktualisierung erfolgen könnte, haben rund 27 Prozent der Internet-Explorer-Nutzer bisher diesen Schritt nicht getan.

Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass viele große Unternehmen ihren Nutzern bestimmte ältere Versionen vorschreiben, weil ihre Entwickler vor Jahren proprietäre Microsoft-Techniken für Intranet-Applikationen benutzt haben. Aufgrund der aktuellen Dominanz von Firefox dürften nach Einschätzung von Fittkau & Maaß alle über den offiziellen HTML-Standard hinausgehenden Erweiterungen, die Microsoft dem Internet Explorer in der Vergangenheit hinzugefügt hat, für Internet Entwickler zukünftig irrelevant sein.

Ingesamt knapp zehn Prozent Marktanteil erreichen zusammen die drei Browser-Alternativen Safari, Opera und Google Chrome. Obwohl Safari seit einiger Zeit auch unter Microsoft Windows läuft, kommt Apple mit seinem Browser bislang nicht über den Marktanteil der Mac-Rechner hinaus. Noch erstaunlicher ist laut W3B-Umfrage, dass der Marktanteil von Google Chrome sogar noch niedriger als der von Opera ist. Googles Marktmacht im Bereich der Online-Suche lasse sich nicht ganz so ohne weiteres auf den Bereich der Webrowser ausdehnen, so Fittkau & Maaß weiter.