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Neuer Mozilla-Browser

Firefox 3.0 als Release Candidate

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Mit dem am Wochenende veröffentlichten Release Candidate 1 lädt Mozilla erstmals die breite Öffentlichkeit dazu ein, seinen kommenden neuen Browser Firefox 3.0 zu testen.

Was aber beileibe nicht bedeutet, dass man Firefox 3.0rc1 schon auf Firmen-PCs in Produktionsumgebungen einsetzen sollte - Mozilla veröffentlicht den Release Candidate ausdrücklich zu Testzwecken. Insbesondere viele Add-ons sind noch nicht für die neue Version angepasst und können zu Problemen führen.

Über die bisherige Entwicklung von Firefox 3.0 haben wir bereits ausführlich berichtet. Der neue Open-Source-Browser basiert auf der über fast drei Jahre hinweg entwickelten neuen Version 1.9 der Mozilla-Rendering-Engine "Gecko" mit mehr als 14.000 Updates gegenüber Firefox 2, unter anderem in den Bereichen Leistung, Stabilität, Rendering-Korrektheit sowie Code-Vereinfachung und -Nachhaltigkeit.

Auch aus Sicht des Endnutzers gibt es in Firefox 3.0 zahlreiche Verbesserungen gegenüber der Vorversion. Diese finden sich in den Bereichen Sicherheit (unter anderem Site-Info auf einen Klick, Malware-Schutz, Integration von Antiviren-Software), Benutzerfreundlichkeit (unter anderem erleichterte Passwort-Verwaltung, einfachere Installation von Add-ons, neuer Download-Manager mit Resume-Funktion, Markieren mehrerer Textblöcke mit Ctrl/Cmd, betriemssystemspezifische Oberflächenoptimierung), Personalisierung (unter anderem einfacheres Bookmarken, Adresszeile mit automatischer Vervollständigung und selbstlernendem Algorithmus, intelligente Lesezeichenordner, Web-basierende Protokoll-Handler) sowie Leistung (unter anderem schnellere JavaScript-Engine, optimierter Arbeitsspeicherbedarf und Sicherung von Lesezeichen, Cookies und Voreinstellungen in einer absturzfesten Datenbank).

Wer den neuen Mozilla-Browser auf Herz und Nieren testen möchte, sollte in jedem Fall einen Blick in die Release Notes werfen. Diese beschreiben (leider nur in englischer Sprache) die Änderungen gegenüber der Vorversion und listen die noch bekannten Probleme auf.

Erwähnenswert hier unter anderem: Der "DOM Inspector" ist nicht mehr fester Firefox-Bestandteil, sondern muss künftig als Add-on installiert werden, unter Vista und einigen anderen Windows-Versionen muss die Unterstützung für Windows-Media-Inhalte manuell aktiviert werden, in der Mac-Version macht das "Datei"-Menü nach dem Aufruf der Druckfunktion noch Probleme und unter Ubuntu Linux 7.10 lassen sich neue Add-ons unter Umständen erst installieren, nachdem die Datei "extensions.rdf" gelöscht wird.