Für 3,6 Milliarden Dollar

Finanzinvestoren kaufen Riverbed

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Nettes Weihnachtsgeschenk: Der Anbieter von Application Performance Infrastructure-Lösungen Riverbed Technology, hat der Übernahme durch die beiden Finanzinvestoren Thoma Bravo und Teachers‘ Private Capital Ontario Teachers' Pension Plan, zugestimmt.
Riverbed Logo
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Foto: Riverbed

Wie das Unternehmen bekannt gab, sollen die Anleger im Rahmen des Deals 21 Dollar pro Aktie oder insgesamt rund 3,6 Milliarden Dollar in bar erhalten. Die Übernahme wurde bereits vom Riverbed-Verwaltungsrat angenommen und soll in der ersten Hälfte 2015 über die Bühne gehen - das Okay von Anlegern und diversen Wettbewerbshütern vorausgesetzt.

Der Verkauf ist das Resultat einer Prüfung der strategischen und finanziellen Möglichkeiten, die Riverbed im Oktober gestartet hatte. Zuvor hatte bereits im Januar der Hedgefonds Elliot Management, immerhin im Besitz von 10,5 Prozent der Anteile an Riverbed, ein Kaufangebot von 19 Dollar pro Aktie unterbreitet, war jedoch abgeblitzt. Daneben sollen auch eine Reihe von Wettbewerber wie Cisco, F5, Juniper, IBM oder Oracle Interesse an dem Unternehmen gezeigt haben.

Riverbed hat sich als Anbieter von WAN-Optimierung einen Namen gemacht, bemüht sich jedoch - teilweise auch über Zukäufe - das Geschäft um Lösungen für das Performance Management, Application- und Storage Delivery zu erweitern. Jerry Kennely, der weiterhin als Riverbed-CEO fungieren wird, erklärte sich optimistisch, dass sein Unternehmen mit Hilfe von Thoma Bravo und der Flexibilität als nicht börsennotierte Company die nächste Wachstumsphase einläuten kann.