Neuer Aggregator

Filtr.de könnte das deutsche Techmeme werden

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
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Mit filtr.de schickt sich eine neue Webseite an, zum deutschsprachigen Pendant von Techmeme zu werden.

Filtr.de ist ein Aggregator für deutschsprachige Tech-News. Das System arbeitet teils redaktionell, teils algorithmisch; ein Feed lässt sich unter http://www.filtr.de/filtr-feed.xml abgreifen. Hinter dem Projekt stecken drei bekannte Köpfe: Frédéric Lardinois von "TechCrunch", Marcus Schuler vom Bayerischen Rundfunk und Jean-Claude Frick aus der Schweiz, die gemeinsam auch schon den "Geekweek-Podcast produzieren.

Jean-Claude Frick beschreibt im Filtr-Blog, wie die drei und die Seite arbeiten: Sie grasen ständig (das ist vermutlich ein wenig relativ ;-) die wichtigsten Tech-Blogs, News-Seiten und Online-Nachrichten ab und schauen, welche Story sich entwickelt. Sobald sie etwas spannendes gefunden haben, erfassen wir es in ihrer Datenbank; ein paar Metadaten (wie z.B. den Autor der Meldung) kommen manuell dazu. Dann noch ein passender Bild-URL dazu - fertig ist die Headline. Thematisch passende Geschichten erscheinen untereinander, damit Leser einen möglichst guten Überblick bekommen.

Als besonders spannend befundene Meldungen landen im Index ganz oben. Frédéric Lardinois hat obendrein noch einen Algorithmus geschrieben, der alle paar Minuten bei Facebook, Twitter und Co nach den Links zu den Meldungen sucht. Wird eine Meldung häufig retweetet oder bei Facebook geteilt, dann bekommt sie mehr Punkte als eine Story, die still vor sich hin dümpelt.

Das so entstehende Ranking wird mehrmals am Tag an die aktuelle Nachrichtenlage angepasst. Es könne aber auch passieren, so Frick, dass eine Geschichte fast von alleine ganz nach oben gespült wird, weil sie im Social Web sehr viele Reaktionen hervorruft.

Filtr sei sicherlich noch ordentlich "beta", räumt Marcus Schuler im Filtr-Blog ein. Weitere Features sollen in den kommenden Tagen und Wochen folgen; unter anderem wollen die Macher eine Übersicht der von ihnen am häufigsten zitierten Webseiten und Blogs sowie eine kleine Chartliste mit Autoren anbieten.

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